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: Zurück auf der Rennstrecke

: Zurück auf der Rennstrecke

Der in den 80er-Jahren bekannt gewordene, legendäre Ford Turbo-Capri ist wieder da. Aus der Werkstatt in Hohenbudberg ging es Ende Mai und Mitte Juni auf den Nürburgring.

. 2016/2017 erhielt Robert Rüddel Informationen, dass ein Ford Zakspeed Capri, Baujahr 1979, in Deutschland verfügbar sein sollte. Es handelte sich hier um ein Exemplar des legendären Gruppe 5-Ford Zakspeed Turbo-Capri, der Anfang der 80er Jahre für Furore auf den Rennstrecken gesorgt hatte. Nach diversen Gesprächen mit Heinz Schmersal aus Wuppertal, der das Renngerät kaufen und fahren wollte, sowie dem Besitzer Heinz Stenger und auch mit Erich Zakowski, war H. Schmersal überzeugt, dass er das Auto haben wollte.

Ende 2018 war der Kauf des Capri perfekt. Nach Abschluss der Formalitäten wurde der Capri umgehend nach Duisburg zu Rüddel Racing transportiert. Das Fahrzeug erhielt in der folgenden Zeit einen komplett neuen Unterbau aus Aluminium.

Am 24. Mai waren dann alle stolz, den Renn-Capri bei Testfahrten auf der Grandprix-Strecke des Nürburgrings vorstellen zu können.

Foto: NVM/Hermann van Plueren

Dieser Roll-Out zeigte allerdings schnell, dass es noch einiges zu tun gab. Am 13. Juni ging es zu einem weiteren Test zum Nürburgring. Ganz ohne Probleme ging es an dem Samstag allerdings auch nicht. Nach einer einstündigen Verspätung konnte der Capri mit Fahrer Mike Stursberg auf die Strecke gehen. Es dauerte eine Weile, bis Fahrer und Fahrzeug eine Einheit bildeten. Im Rennbetrieb lief alles reibungslos. Nach den ersten Trainingsrunden durfte dann auch Heinz Schmersal endlich ans Steuer. Auch er drehte seine Runden, ohne dass Schwierigkeiten erkennbar wurden.

Foto: NVM/Hermann van Plueren

Eigentümer, Fahrer, Robert Rüddel und sein Team waren von den Fahrleistungen des Capri beeindruckt. Der zweite Teil des Trainingstages bot weitere Möglichkeiten, Fahrzeug, Motor und Fahrwerksabstimmungen zu testen und ggf. zu verändern. Die guten Ergebnisse vom Vormittag wurden hierbei bestätigt. Mal schauen, was diese Saison noch bringt. Der im letzten Jahr noch gehegte Gedanke, 2020 an einer internationalen Serie teilzunehmen, hat sich dank Corona in Luft aufgelöst.

Robert Rüddel ist eine bekannte Größe im Rennsport der FHR/Youngtimer und betreibt sein Unternehmen seit 1991 in Duisburg. Nach einem Umzug im Januar 2019 nach Rheinhausen-Hohenbudberg verfügt man endlich auch über die räumlichen Gegebenheiten, um sich noch intensiver dem Thema Rennsport – Fahrzeugaufbau und Fahrzeug-/Motorentuning – widmen zu können.

Foto: NVM/Hermann van Plueren

Seit dem Jahr 2015 gibt es eine geschäftliche Verbindung/Zusammenarbeit mit Heinz Schmersal aus Wuppertal. Heinz Schmersal bietet aufgrund seiner Begeisterung für den Motorsport zum großen Teil die finanziellen Mittel, um seine von „Rüddel Racing“ vorbereiteten und begleiteten Rennfahrzeuge konkurrenzfähig einsetzen zu können. Zahlreiche Erfolge bestätigen die erfolgreiche gemeinsame Arbeit.

Mit dem Kauf und dem Neuaufbau des Zakspeed Ford Capri ist den beiden wirklich ein Meisterstück gelungen. Es gibt von diesem Renn-Capri in der Gruppe 5-Ausführung wohl nur noch drei Fahrzeuge und eins davon steht jetzt in Duisburg.

Dieser Capri wurde Anfang der 80er von Harald Ertl pilotiert und trägt auch jetzt noch seinen Namenszug an beiden Seiten. Er verfügt über eine Leistung von z.Zt. 470 PS und sieht aufgrund seiner Karosserie einfach gigantisch aus. Es ist unglaublich, diesen Capri auf der Rennstrecke zu erleben.