Regionalligaderby: VfB Homberg unterliegt Rot Weiss Essen

Regionalligaderby : VfB Homberg unterliegt Rot Weiss Essen

Mit 1:2 (0:0) unterlag der VfB Homberg RWE im Regionalligaderby in der MSV-Arena. Ein Doppelpack von Oguzhan Kefkir brachte den Favoriten aus Essen in der zweiten Halbzeit auf die Siegerstraße, der Anschlusstreffer durch Ahmad Jafari kurz vor Schluss kam zu spät.

Von Beginn an nahm Rot-Weiss Essen das Spiel in die Hand und drückte Homberg in die eigene Hälfte. Gut zehn Minuten sah der VfB so gut wie keinen Stich. „Wir brauchten Zeit, um ins Spiel zu kommen, uns an die einzigartige Atmosphäre zu gewöhnen“, so VfB-Trainer Stefan Janßen nach der Partie. 5.200 Zuschauern waren in die MSV-Arena gekommen, die Südtribüne eine rote Wand, gegen die die Homberger in der ersten Halbzeit anspielen mussten.

Nach anfänglichen Unsicherheiten gelang es dem VfB jedoch mehr Sicherheit ins eigene Spiel zu bringen. „Wir standen dann eng bei den Leuten und haben wenig zugelassen“, sah Janßen wie sich sein Team diszipliniert in die Partie rein arbeitete und in der 21. Minute die erste gute Möglichkeit hatte, als Stürmer Danny Rankl im gegnerischen 16er eine Hereingabe knapp mit dem Kopf verpasste. „Wenn da das Tor fällt, kann die Partie ganz anders laufen.“

Das Spielgeschehen diktierte jedoch nach wie vor RWE, die wie erwartet mit ihrem sehr hoch stehenden Torwart Marcel Lenz ständig Überzahlsituationen kreierten; allerdings wirkte die Mannschaft von Christian Titz im letzten Drittel häufig nicht entschlossen genug. Zweimal muss VfB-Keeper Philipp Gutkowski parieren, weitere Angriffe wurden von den Hombergern niedergekämpft oder von RWE nicht konsequent zu Ende gespielt. „Uns war klar, dass wir hier auf einen Gegner treffen, der sehr tief steht, und wir geduldig sein müssen. Homberg ist uns über 90 Minuten angelaufen, hat alles reingeworfen, um es uns so schwer wie möglich zu machen“, so der Essener Coach. Spannend wurde es dann noch mal kurz vor der Halbzeit, als Rankl sich einen langen Ball in der gegnerischen Hälfte erläuft und von zwei Gegenspielern in die Mangel genommen wird. Der Schiri pfeift Stürmerfoul. Es geht mit einem 0:0 in die Pause.

In den ersten Minuten der zweiten Halbzeit ist der VfB am Drücker. Zunächst versucht Mike Koenders den weit vor seinem Tor stehenden RWE-Keeper mit einem Ball von der Mittellinie zu überspielen, doch Lenz kann ihn vor der Linie fangen; in der 53. Minute ist es wieder Rankl, dessen Torschuss geblockt wird. Nachdem die Homberger die kurze Schwächephase der Essener nicht entscheidend ausnutzen können, übernehmen die Rot-Weissen wieder die Kontrolle. Und Kefkir schießt sein Team zum Sieg. „Das waren zwei Traumtore, das sah richtig gut aus“, zollt Stefan Janßen dem Gegner Respekt. In der 55. Minute nimmt der Torschütze einen Lupfer aus dem linken Halbfeld direkt aus der Drehung und versenkt ihn im linken Eck, in der 72. Minute wird der VfB nach Ballverlust im Aufbauspiel regelrecht überrannt: den schnellen Pass in die Spitze legt sich Kefkir aus vollem Lauf mit dem Fuß für den Kopf vor und drückt ihn wuchtvoll am Homberger Torwart vorbei.

„Ich wollte dann auf das 3:0 gehen, die Mannschaft wollte das Ergebnis aber verwalten“ erklärt Titz später auf der Pressekonferenz, dass es hier noch Redebedarf geben wird. Die besseren Argumente dürfte der RWE-Trainer in dieser Diskussion haben, denn die Verwaltetaktik führt in der 88. Minute zum Anschlusstreffer durch einen Kopfball von Jafari und bringt den VfB plötzlich wieder ins Spiel - leider zu spät.

Auch wenn’s nicht zum Überraschungserfolg gereicht hat, von der Atmosphäre her, war’s die Partie, die sich Stefan Janßen im Vorfeld gewünscht hatte: „Es war einmalig. Ich danke allen Duisburgern, die uns heute so großartig unterstützt haben!“

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