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Rüdeel Racing am Hockenheimring

Das Duisburger Rüddel Racing-Team am Hockenheimring : Defekter Anlasser sorgte für Frust

In Hockenheim gingen u.a. so genannte Youngtimer und FHR-Fahrzeuge (historische Rennsportfahrzeuge) an den Start. Alles natürlich unter Corona-Bedingungen und daher ohne Zuschauer.

(VP) Robert Rüddel aus Rheinhausen ist in der Rennsportszene schon seit längerer Zeit eine bekannte Größe. Er betreut für seine Kunden Fahrzeuge der Marke Ford und bereitet diese für die Renneinsätze akribisch vor. Am Samstag früh ging es mit zwei Ford Escort MK1 sowie einem Ford Escort MK2 nach Hockenheim. Heinz Schmersal ist Eigentümer von einem Escort MK1 sowie einem Ford Escort MK2. Ein weiterer Ford Escort MK1 wurde auf Wunsch eines Kunden ebenfalls mit nach Hockenheim transportiert, kam aber leider nicht zum Einsatz.

Am Samstag sowie am Sonntag früh wurde das Zeittraining mit Zeitwertung ausgefahren. Für Heinz Schmersal und seinen Beifahrer Mike Stursberg ging es in der Serie HTGT/Dunlop Endurance Cup und auch in der Youngtimer Trophy darum, gute Startplätze für die beiden Einsätze des Escort MK1 und auch für den Einsatz des Escort MK2 zu erreichen. Um 11.00 Uhr stand der Start für das einstündige HTGT-Rennen an und um 16.00 Uhr bildete das 2 ½ stündige Rennen um den Dunlop Endurance Cup an. Die im Zeittraining erzielte Zeit war maßgebend für die Startaufstellung in beiden Läufen. Dazwischen lag dann noch das Rennen der Youngtimer mit dem Ford Escort MK2. Wenig Luft, um sich zwischen den Rennen zu erholen.

Foto: NVM/Hermann van Plueren

FHR – HTGT:Im Training erreichten Schmersal/Stursberg die drittschnellste Zeit. Das Rennen verlief optimal. Startfahrer Mike Stursberg setzte sich zeitig an die Spitze des Feldes und verschaffte sich direkt Luft nach hinten. Der Vorsprung war groß, doch da die Renndistanz von einer Stunde einen Fahrerwechsel beinhaltet, wurde es für Heinz Schmersal schwer, vorne zu bleiben. Im Ziel belegte das Duo Rang zwei im Gesamtklassement und in der Klassenwertung Platz eins. Alles super, mehr war nicht zu erwarten gewesen.

Heinz Schmersal und iMike Stursberg n der Box nach dem Youngtimer-Rennen Foto: NVM/Hermann van Plueren
Foto: NVM/Hermann van Plueren

Youngtimer: Hier erreichten Schmersal/Stursberg die schnellste Trainingszeit. Im Rennen feierten Heinz Schmersal und Mike Stursberg einen verdienten Start-Ziel-Sieg im ersten Rennen der Youngtimer-Trophy in diesem Jahr. Der nächstplatzierte Opel Kadett C lag fast zwei Minuten hinter ihnen.

Das Team in der Box nach dem Sieg bei den Youngtimern Foto: NVM/Hermann van Plueren

FHR Dunlop Historic Endurance Cup:Zum Abschluss der Rennveranstaltung fand das 2 1/2 stündige Rennen der FHR statt. Wieder mit Fahrerwechsel. Am Start Mike Stursberg, der sein Möglichstes tat, einen Vorsprung herauszufahren, um auch nach dem Fahrerwechsel vorne zu bleiben. Dass es schwierig werden würde, war allen klar, inklusive Robert Rüddel mit seinem Team. Einen so dramatischen Verlauf hatte wohl niemand im Sinn. Bis ca. 10 Minuten vor dem Rennende lag Heinz Schmersal auf einem beruhigenden zweiten Platz. Dann kam er jedoch von der Strecke ab, drehte sich und der Motor ging aus. Aufgrund eines defekten Anlassers konnte er sein Fahrzeug nicht mehr starten. Es dauerte mehrere Minuten, bis Streckenposten den Escort anschieben und Heinz Schmersal seine Fahrt doch noch fortsetzen konnte. An einen der vorderen Plätze war da jedoch nicht mehr zu denken.

Letztendlich reichte es noch zu Gesamtplatz elf, d. h Klassenwertung Platz sechs. Frust und Enttäuschung konnte man allen Teammitgliedern ansehen. Heinz Schmersal/Mike Stursberg/Rüddel Racing werden in jeden Fall beim nächsten Rennwochenende wieder alles geben, wenn es Siege oder Topplatzierungen in der FHR bzw. bei den Youngtimern geht.