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Rüddel Racing am Nürburgring

Rüddel-Racing aus Duisburg am Nürburgring : AvD-Oldtimer-Grand-Prix trotz Corona ein voller Erfolg?

Die Organisatoren des AvD-Oldtimer-Grand-Prix am Nürburgring sprachen von einer gelungenen Veranstaltung. Wenn man die Mühen und die viele Arbeit im Vorfeld betrachtet, musste man ja zufrieden sein, die Veranstaltung überhaupt durchführen zu können.

Duisburg/Nürburgring. (VP) Die Zahl der gemeldeten Teilnehmer war aufgrund der Corona-Beschränkungen zurückgegangen. Deshalb ein Lob an den AvD, der mit Fahrzeugen, die nicht zum Kreis der Oldtimer oder historischen Fahrzeuge gehören (Ferrari Club Deutschland, Audi mit den R8 LMS), für einen vollen Terminplan gesorgt haben. Die Verantwortlichen waren stolz, dass Weltstars wie Jacky Ickx (BE) und René Arnoux (FR) wieder ins Cockpit ihrer Formel 1-Boliden stiegen, um gemeinsam mit vielen begeisterten Rennfahrern die rund 300 historischen Rennwagen aus Formel 1, DTM und DRM, den großen Langstreckenklassikern sowie anderen Klassen wieder zum Leben zu erwecken.

Für Rüddel Racing Duisburg erfolgte die Anreise am Donnerstag mit dem Ford Zakspeed Turbo-Capri, dem Ford Escort MK1 sowie dem Ford Escort MK2. Angemeldet hatte man sich für insgesamt 4 Rennen. Fahrer wie gehabt Heinz Schmersal und Mike Stursberg als eingespieltes Team.

Foto: NVM/HERMANN VAN PLUEREN

Ford Escort MK1

Foto: NVM/HERMANN VAN PLUEREN

Start am Samstag um 10.25 Uhr im 1Stunden-Rennen um die Dunlop-Trophäe der HTGT-Serie. Startplatz 2 mit Fahrer Mike Stursberg. Start verlief wie erwartet. Der Escort war dem führenden Ford GT40 zwar unterlegen, lag aber deutlich vor dem Verfolgerfeld . Mike Stursberg war von Beginn an darauf bedacht, einen deutlichen Vorsprung auf das restliche Feld herauszufahren. Leider wurden diese Bemühungen aufgrund einer Safetycar-Phase vor dem Fahrerwechsel zunichte gemacht. All das war kurz vor dem Fahrerwechsel ohne Bedeutung, da der Escort aufgrund einer defekten Wasserpumpe abgestellt werden musste. Ausfall.

Foto: NVM/HERMANN VAN PLUEREN

Nach erfolgter Reparatur folgte der zweite Start am Sonntag um 08.20 Uhr beim zweistündigen Rennen um den AvD/Dunlop Historic Endurance Cup. Fahrerwechsel nach ca. 1 Stunde in einem festgelegten Zeitfenster. Das Fahrzeug lief im Training/Qualifying einwandfrei und landete auf Startplatz 5. Im Rennen ging Mike Stursberg wie gewohnt an den Start, um den Escort mit einem entsprechenden Vorsprung an Heinz Schmersal zu übergeben. Heinz Schmersal schaffte es, nach dem Wechsel durch konstante Zeiten mit vorne zu bleiben. Letztendlich reichte es am Schluss zu einem 6. Platz in der Gesamtwertung und zum Sieg in der Klasse.

Foto: NVM/HERMANN VAN PLUEREN

Ford Escort MK2

Start im Rahmen der 100 Meilen Trophy/Revival DRM. Teil 1 am Samstag um 17.20 Uhr, Fahrer Mike Stursberg. Startplatz 13 nach dem Qualifying. Im Rennen konnte sich Mike Stursberg im Vergleich mit den leistungsstärkeren Fahrzeugen immerhin auf Platz 13 behaupten. Dies bedeutete auch den Klassensieg. Heinz Schmersal hatte es bei Teil 2 am Sonntag um 10.45 Uhr deutlich schwieriger. Um 10.20 Uhr hatte er gerade den Lauf mit dem MK1 im Langstrecken Cup beendet. Er war sichtlich erschöpft und es hatte niemand gedacht, dass er sich mit dem MK2 direkt wieder auf die Strecke macht. Nach einer kurzen Erholungspause überraschte er sein Team, zog sich den Helm auf und setzte sich ins Fahrzeug. Leider hatte man aber die Startaufstellung verpasst und musste am Schluss des Starterfeldes aus der Boxengasse starten. Aus seiner Ankündigung, nur ein paar Runden als Training zu fahren, wurde aber die volle Distanz. Er belegte am Ende Gesamtplatz 16 und holte sich den Klassensieg.

Ford Zakspeed Turbo-Capri

Das Duell Rüddel-Capri gegen Mücke-Capri sollte eigentlich das Highlight am Sonntag werden. Dazu kam es allerdings nicht. Der Rüddel-Capri hatte ein Kühlungsproblem und wurde am Freitag nach der Hälfte des Qualifyings in die Box geholt. Immerhin reichte es zu Startplatz 3. Der Capri wurde repariert. Das Rennen wurde bei aufziehendem Gewitter gestartet, dauerte allerdings nur zwei Runden für den Rüddel-Capri und drei Runden für den Mücke-Capri. Bei einsetzendem, leichten Regen mussten Robert Rüddel und sein Team den Traum aufgeben, das Rennen zu beenden.

Es trat wieder ein Problem mit der Kühlung auf und der Capri wurde abgestellt. Da liegt noch einige Arbeit vor Rüddel-Racing. Das Rennen selbst wurde aufgrund des Starkregens nach acht Runden abgebrochen und nicht mehr weitergeführt.