: MTV stürzt ab, TuS Lintfort feiert Kantersieg

: MTV stürzt ab, TuS Lintfort feiert Kantersieg

Der MTV Rheinwacht verliert in Weiden und stürzt auf den vorletzten Tabellenplatz ab. Besser sieht es da beim Zweitligisten TuS Lintfort aus. In der Oberliga ziehen die Wölfe Nordrhein an der Spitze einsam ihre Kreise.

Dass es kein Selbstläufer für den MTV Rheinwacht in dieser Saison wird, war klar. Dass der Absturz des amtierenden Regionalliga-Meisters aber so hart ausfällt, ist dann doch etwas überraschend. Klar, als Meister ist man der Gejagte. Und klar, nach der kräftezehrenden Saison samt der Vielzahl an Quali-Spielen im Anschluss ist es nicht überraschend, dass der Kräfteverschleiß groß ist. Nicht wirklich einzukalkulieren war das immense Verletzungspech, welches die Dinslakener ereilte. Fünf von sieben Stammspielern standen Coach Harald Jakobs in der Vorbereitung nicht zur Verfügung. Und auch aktuell sieht es nicht viel besser aus, auch wenn sich die Reihen im Lazarett langsam lichten. Das Problem: Mit Dennis Backhaus, Marco Banning und Philipp Tuda fehlen weiterhin drei Schlüsselspieler. Und nach dem kurzfristigen Ausfall von Christoph Enders reiste der MTV ohne nominellen Kreisläufer nach Weiden.

Da gab’s für die Gäste dann auch wenig zu holen. Im Duell der Kellerkinder gab’s einen am Ende ungefährdeten 34:28-Sieg für die Hausherren des HC Weiden. Und damit ist es amtlich: Der MTV steckt mitten im Abstiegskampf, liegt punktgleich mit dem Tabellenletzten, der HSG Siebengebirge, auf dem 13. Tabellenplatz. Verloren ist natürlich noch lange nichts. Aber es wird Zeit für den MTV, in die Spur zu kommen. Die nächste Möglichkeit dazu gibt es am kommenden Sonntag, wenn zur ungewohnten Anwurfzeit von 13 Uhr der BTB Aachen als aktueller Tabellenvierter zu Gast in der Douvermannhalle ist.

Ein ganz starkes Ausrufezeichen setzten die Handballerinnen des TuS Lintfort in der 2. Bundesliga. Da schlugen sie Angstgegner und Spitzenteam VfL Waiblingen nach bärenstarker Leistung in eigener Halle mit 34:25. Ein in dieser Deutlichkeit auch für TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein ziemlich überraschendes Ergebnis. „Dass wir gegen Waiblingen so eine Leistung abrufen und am Ende auch noch hoch gewinnen, hätte ich nicht für möglich gehalten. Bisher haben wir gegen den VfL immer schlecht ausgesehen“, freute sich eine glückliche TuS Trainerin Bettina Grenz-Klein nach dem Spiel.

In der Schlussphase avancierte ihre lange verletzte Tochter Naina Klein mit sechs Treffern zur Matchwinnerin. Aber auch eine ganze Reihe an Mitspielerinnen kassierten ein Extra-Lob von ihrer Trainerin: „Auch wenn Naina in der Schlussphase auffällig war, haben wir heute als Mannschaft überzeugt. Denn auch Katrin Kaiser, Mie Norup Isaksen, Becky van Nijf und Loes Vandewal waren nie zu stoppen.“

Durch den Sieg nach zuvor zwei Pleiten haben sich die Lintforterinnen mit einem ausgeglichenen Konto von 8:8 Punkten auf Platz 9 der Tabelle verbessert.

Von ganz oben in der Tabelle der Oberliga Niederrhein grüßen aktuell die Wölfe Nordrhein. Das Team von Trainer Thomas Molsner spielt eine bockstarke Saison. Am vergangenen Spieltag gab es einen nie gefährdeten 30:23-Heimsieg gegen den TV Angermund. Schon nach dem Abstieg aus der Regionalliga hatten die Wölfe-Verantwortlichen gemutmaßt, dass der Neustart in der Oberliga den jungen Wölfen wohl ganz gut tun würde - und sie haben recht behalten. Den einzigen Verlustpunkt in der noch relativ jungen Spielzeit gab es beim Heimspiel gegen den TV Oppum.

Wichtige zwei Punkte fuhr auch der VfB Homberg beim 27:22 bei der HSG Neuss/Düsseldorf II ein. Die Homberger liegen nun mit 8:6 Punkten auf dem 8. Rang.

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