MTV Rheinwacht, Wölfe Nordrhein. VfB Homberg, TuS Lintfort, Handball

Spitzenhandball aus der Region im Überblick : MTV steht kurz vor der Meisterschaft, Wölfe kämpfen weiter

Der Abstiegskampf in der Handball-Regionalliga spitzt sich zu. Mittden drin: die beiden Duisburger Clubs. Nach dem knappen 28:27-Heimsieg der Wölfe gegen Korschenbroich und der üblen 32:42-Klatsche, die sich der VfB Homberg in Aldekerk abholte, ist das Rennen um den Klassenerhalt wieder offener. Spitzenreiter MTV siegt daheim locker und braucht jetzt noch zwei Siege. Lintfort geht zu Hause gegen Harrislee unter.

So schnell können sich die Vorzeichen ändern: Vergangene Woche schien der Abstieg der Wölfe schon besiegelt, während der VfB Homberg kurz davor war, das rettende Ufer zu erreichen. Sieben Tage später sieht die Welt etwas anders aus: Nach dem knappen Heimsieg gegen den in der Rückrunde bisher bärenstarken TV Korschenbroich wittern die Wölfe wieder ihre Chance. „Wir geben so lange alles für den Klassenerhalt, bis es auch rechnerisch keine Chance mehr gibt. Wir schauen von Spiel zu Spiel und wollen zumindest nicht als Letzter absteigen“, gab Wölfe-Spielertrainer Alex Tesch nach der Partie zu Protokoll. Angeführt von den beiden sechsfachen Torschützen Yannick Kamp und Hannes Hombrink kämpften sich die Hausherren in Hälfte zwei zurück ins Match und holten am Ende verdient beide Punkte. Durch den Sieg haben die Wölfe, die am kommenden Samstag, 18 Uhr, den TV Aldekerk empfangen, vorerst die Rote Laterne an Adler Königshof abgegeben. Aber viel wichtiger aus Wölfe-Sicht: Der Abstand auf den VfB Homberg, der aktuell den ersten Nicht-Abstiegs-Rang bekleidet, beträgt nur noch zwei Punkte - auch wenn der Vorsprung des VfB wegen des gewonnen direkten Vergleichs und bei nur noch drei ausstehenden Spielen eigentlich noch beruhigend ist.

Und die Laune im VfB-Lager könnte besser sein. Denn in Aldekerk erwischte der Lokalrivale der Wölfe einen komplett rabenschwarzen Tag. Bei der ganz üblen 32:42-Reibe gab es für die Schwarz-Gelben rein gar nichts zu holen. „Wir sind abgeschlachtet worden. Da gibt es gar nichts schön zu reden“, gestand auch Co-Trainer Dirk Rahmel, der Achim Schürmann auf der Bank vertrat, unumwunden ein. Beim VfB muss jetzt schnell der Fokus aufs nächste Spiel gelegt werden. Es wäre ja nicht das erste Mal, dass auf eine ganz schwache eine ganz starke Leistung folgt. Leicht wird die Aufgabe beim Auswärtsspiel in Opladen aber auch nicht.

Einen routinierten 39:32-Start-Ziel-Sieg gab es für Spitzenreiter MTV Rheinwacht Dinslaken im Heimspiel gegen Adler Königshof. Die vom ehemaligen MTV-Mittelmann Marius Timofte trainierten Königshofer kamen nur teilweise ins Spiel, weil der MTV nach klarer 8:1-Führung in der Defensive die notwendige Konzentration etwas vermissen ließ. „Wir haben ein wenig die Spannung verloren. 32 Gegentore sind auf jeden Fall zu viel“, befand auch MTV-Coach Harald Jakobs nach der Partie. Im Angriff lief es dafür umso runder. Hier war ein mal mehr der seit Wochen in Bestform aufspielende Fabian Gorris mit elf Toren der entscheidende Mann. Ihm zur Seite standen Steffen Hahn (9 Tore) und Max Reede (7). Drei Partie stehen für den MTV noch auf dem Plan. Drei Partien, von denen zwei gewonnen werden müssen, wenn es etwas mit dem Durchmarsch aus der Oberliga in die 3. Liga werden soll. Denn der Konkurrent aus Ratingen wirkt aktuell nicht so, als würde er noch einen Punkt abgeben. Einfach sind die kommenden Aufgaben für den Aufsteiger aber nicht. Am kommenden Samstag geht’s zur heimstarken HSG Siebengebirge. Gewinnen die Dinslakener, die wieder von einem großen Fanaufgebot begleitet werden, die Partie (Anwurf 18 Uhr), gibt es am 28. April beim Heimspiel gegen die Reserve von TuSEM Essen, Anwurf wie immer um 11.15 Uhr, den ersten von zwei Matchbällen zur Regionalligameisterschaft.

Einen komplett gebrauchten Tag erwischten die Frauen des TuS Lintfort in der 2. Liga. Nach zuletzt durchweg überzeugenden Auftritten gingen die Lintforterinnen im Heimspiel gegen den TSV Harrislee beim 26:35 leer aus. Bei einem Sieg wäre der so wichtige Klassenerhalt des TuS endgültig besiegelt gewesen. „Vielleicht haben wir uns einfach zu viel vorgenommen“, mutmaßte TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein nach der Klatsche. Im Prinzip war das Spiel schon zur Halbzeit (10:19) gegessen. Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Eva Legermann auf Linksaußen schwer. Die Lintforterinnen treten am kommenden Samstag beim Tabellenletzten HSG Gedern/Nidda an - eine weitere Chance, den Nichtabstieg zu feiern ...

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