Mitteldistanz-Triathlon im Sportpark

Sportevent kommt 2020 nach Duisburg : Ironman in der Stahlstadt

Duisburg wird 2020 erstmals Austragungsort für den Ironman 70.3. Der Mitteldistanz-Triathlon findet am Sonntag, 23. August, im und rund um den Sportpark Wedau statt. Erwartet wird ein internationales Starterfeld mit 1.800 bis 3.000 Teilnehmern.

„Ich bin ausgesprochen stolz, dass für den Ironman die Wahl auf Duisburg gefallen ist, die Sportstadt an Rhein und Ruhr“, sagte Oberbürgermeister Link heute Morgen (10. Oktober) bei der Bekanntgabe des Vertragsabschlusses über das Sportevent. Nach Mike Matthias von der Ironman Germany GmbH lag die Wahl auf der Hand: „Es gibt keine bessere Infrastruktur“, lobte er den Sportpark – „wenn der jetzt noch eine 90-Kilometer-Radstrecke hätte, wäre ich ganz zufrieden.“

Die 70.3 stehen für die Distanz von 70,3 Meilen, die Hälfte der klassischen Ironman-Langdistanz. Umgerechnet 113 Kilometer, teilt sich das Rennen auf in 1,9 Kilometer Schwimmen – einmal die Regattabahn rauf und wieder runter –, dann die besagten 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen – dreimal rund um die Regattabahn inklusive je eine Runde durch die MSV-Arena, wobei die dritte zugleich der Zieleinlauf ist.

An der Radfahrstrecke wird noch gebastelt. Matthias möchte „möglichst niemanden verärgern“. Ideal wäre die A 59 gewesen, doch die ist nicht zu bekommen. Auch eine Strecke weiter hinein in Ruhrgebietsgroßstädte wie Essen oder Bochum wird es wohl nicht werden. Richtung Flughafen Düsseldorf seien die Möglichkeiten ebenfalls begrenzt, und den Landschaftspark Nord gibt es zwar im Promo-Video, aber ziemlich sicher nicht von der Rennstrecke aus zu sehen. Es läuft auf eine Strecke „tendenziell links oder rechts von Duisburg“ hinaus, so Matthias, der damit rechnet, dass die Route in den nächsten acht Wochen steht.

Nach dem Aus der Mitteldistanzrennen auf Rügen in diesem und in Wiesbaden vor drei Jahren, denen es anscheinend an Rückendeckung durch die lokale Politik gefehlt hat, wird neben Kraichgau in Duisburg 2020 das einzige Ironman-70.3-Rennen Deutschlands sein und das erste in NRW. Trotzdem quasi eine Rückkehr: 1982 fand in Essen der erste Triathlon Deutschlands statt. Langdistanzrennen gibt’s weiterhin in Hamburg und Frankfurt; bei denen kann man sich auch für den Ironman auf Hawaii qualifizieren. In Duisburg werden Qualifikationsplätze für die Ironman-70.3-Weltmeisterschaft 2021 in Utah vergeben. Nicht nur deshalb rechnen die Veranstalter mit einem internationalen Teilnehmerfeld an der Wedau, mit Gästen insbesondere aus Benelux, aber auch Skandinavien und Osteuropa. Ironman, das sei „eine Marke“ und „das Original“ und habe etwas „Mystisches“, so Matthias, weshalb die Athleten ihre Teilnahme planten wie eine Reise. Duisburg wird zunächst in den kommenden drei Jahren ein Ziel dieser Reise sein.

Unter den Sponsoren, denen Oberbürgermeister Sören Link ausdrücklich dankte, waren außer dem MSV Duisburg ausschließlich städtische Gesellschaften: Wirtschaftsbetriebe, der DVV-Konzern mit Stadtwerken und Verkehrsgesellschaft und Stadtvermarkter Duisburg Kontor.

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