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: Großer Umbruch beim TuS Lintfort

: Großer Umbruch beim TuS Lintfort

Beim TuS Lintfort wird die Zweitligamannschaft zur kommenden Saison ein völlig neues Bild bekommen. Mie Norup Isaksen, Lisan van Hulten, Becky van Nijf, Leonie Lambertz und Loes Vandewal werden gleich fünf Spielerinnen zur neuen Spielzeit nicht mehr für den TuS auflaufen.

. Das ist natürlich sehr schade, dass wir gleich mehrere Spielerinnen verlieren, aber ich kann in jedem Einzelfall die Entscheidung nachvollziehen“ bedauert TuS Trainerin Bettina Grenz-Klein den Umbruch.

Mie Norup Isaksen wird ihre berufliche Karriere in ihrer Heimat Dänemark fortsetzen und dort einen Verein in der 2. Liga suchen. „Es war mir eine Ehre für den TuS zu spielen und ich bin dankbar, dass ich mich hier so entwickeln durfte. Ich werde das tolle Training von Bettina vermissen“ verabschiedet sich die sympathische Dänin mit einigem Wehmut. Becky van Nijf wird ihre Handballkarriere ebenso wie Lisan van Hulten beenden. „Ich hatte zwei schöne Jahre in Lintfort, aber mein Körper spielt einfach nicht mehr so mit, dass ich auf diesem Niveau spielen kann. Von daher höre ich jetzt mit dem Handball auf, auch wenn es sicher schwerfallen wird“ so van Nijf. Lisan van Hulten will sich ihrer beruflichen Karriere widmen und mehr Zeit für die Familie haben. „Ich hatte viel Spaß beim TuS und stolz darauf, dass ich hier drei Jahre spielen durfte. Der Aufstieg 2018 und der Klassenerhalt im letzten Jahr waren tolle Erfahrungen“, so die Holländerin.

Torjägerin Loes Vandewal wird ebenfalls ihrer Gesundheit Tribut zollen. Sie laboriert seit Monaten an Achillessehnen Problemen und kann schon lange nicht mehr mit vollem Einsatz trainieren. „Das macht so keinen Spaß, ich kann meine eigenen Ansprüche nicht erfüllen. Das ist jetzt eine gute Zeit, sich mehr um den Beruf zu kümmern. Ich werde den TuS, die Fans und die Mitspielerinnen vermissen, aber ich bin auch froh, dass ich mich jetzt mehr um meine Familie und den Job kümmern kann“, so die erfolgreiche Torjägerin. „Loes war in der 2. Liga die Spielerin, die den Unterschied gemacht hat und immer unter den Top Drei der Torschützenliste. Sie wird natürlich nicht zu ersetzen sein“ bedauert ihre Trainerin den Abgang ihrer Vorzeigespielerin.

Mit Leonie Lambertz verliert der TuS eine seiner dienstältesten Spielerinnen. „Leonie ist seit 2014 bei uns und war an zwei Aufstiegen in die 2. Bundesliga beteiligt“ bedauert Bettina Grenz-Klein den Abgang der zuverlässigen Linkshänderin. Lambertz ist der Aufwand in der 2. Liga auf Dauer zu groß. Die vielen Spiele und weiten Reisen zu den Auswärtsspielen stellen eine enorme Belastung dar, die auch Auswirkungen auf den Beruf haben.

„Alles in allem verlieren wir einiges an Qualität. Aber ich kann alle Gründe nachempfinden und wünsche mir für meine Spielerinnen, dass sich ihre neuen Erwartungen erfüllen. Wir hatten eine schöne Zeit zusammen und jetzt werden wir eine neue, noch jüngere Mannschaft aufbauen. Das ist ja das spannende am Trainierleben, dass es immer neue Herausforderungen gibt. Außerdem sind wir ja auch einem guten Weg und stellen derzeit eine schlagkräftige Mannschaft für die kommende Saison zusammen“ blickt TuS Trainerin Bettina Grenz-Klein optimistisch in die Zukunft. „Aber wir bedauern sehr, dass wir die Spielerinnen wegen der abgebrochenen Saison nicht ordentlich verabschieden können. Das holen wir aber sicher nach, wenn es wieder losgeht.“