: Fehlstart für den MTV Rheinwacht

: Fehlstart für den MTV Rheinwacht

Handball am Niederrhein: Der personell am Stock gehende Regionalliga-Meister hat den Sieg beim Auftaktspiel in Köln-Wahn aus der Hand gegeben. TuS Lintfort kassiert Klatsche in der 2. Liga. Siege für Homberg, Wölfe und die HSG Hiesfeld/Aldenrade in der Oberliga.

. Der amtierende Regionalliga-Meister MTV Rheinwacht Dinslaken hat einen klassischen Fehlstart in den Liga-Spielbetrieb hingelegt. Beim eher zu den Abstiegskandidaten zählenden TV Jahn Köln-Wahn verlor die Mannschaft von Trainer Harald Jakobs ab der Mitte der zweiten Hälfte komplett den Faden und zog am Ende nicht unverdient mit 26:27 den Kürzeren. Bis zur 40. Minute war alles in Butter. Angetrieben von einem starken Regisseur Philipp Tuda hatten die Gäste die Domstädter beim Stand von 17:13 fest im Griff. Dann nahmen die Hausherren Tuda aus dem Spiel und das fragile MTV-Gebilde fiel in sich zusammen. Während Neuzugang Mirko Krogmann stark startete, erwischten Fabian Gorris und Jonas Höffner keinen guten Tag. Das Problem dabei: Harald Jakobs hatte wegen der Verletzten-Misere kaum Wechselmöglichkeiten im Rückraum. Die Dinslakener müssen jetzt schnell wieder auf die Beine kommen. Denn an den kommenden Wochenenden wartet mit Korschenbroich (kommenden Sonntag, 11.15 Uhr, Douvermannhalle), Aldekerk, Essen II und Ratingen der versammelte Kreis der Aufstiegsfavoriten auf den gebeutelten MTV.

Für die Frauen des TuS Lintfort gab es beim Gastspiel in Halle-Neustadt gar nichts zu holen. Mit einer 22:33-Schlappe im Gepäck ging es für die Truppe von Trainerin Bettina Grenz-Klein auf die lange Heimreise. Zu Beginn spielten die Gäste noch auf Augenhöhe mit dem ambitionierten Top-Team aus Halle. Doch dann gelang auf der TuS-Seite gar nichts mehr. Tor für Tor setzten die Gastgeberinnen ab, während die Lintforterinnen etliche technische Fehler aneinanderreihten . Nächsten Samstag empfängt der TuS den HC Rödertal um 17.30 Uhr in der Sporthalle an der Eyller Straße.

Ein ganz starkes erstes Ausrufezeichen haben die Wölfe Nordrhein in eigener Halle gesetzt. Gegen die mit Drittliga-Spielern verstärkte Reserve der HSG Düsseldorf/Neuss feierte der Absteiger einen nie gefährdeten 32:26-Auftaktsieg. Die Wölfe, die nach dem Abstieg nahezu komplett geblieben sind und unter Cheftrainer Thomas Molsner eine starke Vorbereitung absolviert haben, gehören zu den Favoriten auf den Aufstieg.

Zu denen zählt der VfB Homberg nach den Abgängen einiger wichtiger Spieler und dem damit verbundenen unfreiwilligen Umbruch eher nicht. „Unser Ziel kann nur der Klassenerhalt sein“, hat daher auch Trainer Sascha Thomas vor dem Saisonstart klar gemacht. Umso größer war die Freude bei den Schwarz-Gelben, als der überraschende und nervenaufreibende 25:24-Auswärtssieg bei der hoch gehandelten DJK Adler Königshof in trockenen Tüchern war.

Einen Start nach Maß erwischte auch die neu gegründete HSG Hiesfeld/Aldenrade. Der Liga-Neuling sicherte sich beim 32:28-Heimsieg im Duell der Aufsteiger gegen den TSV Aufderhöhe die ersten zwei Punkte der jungen Saison. Für sein Team sei der Sieg immens wichtig gewesen, so Trainer Harry Mohrhoff. Jetzt wisse man, dass man zurecht in dieser Liga antrete. Bester HSG-Spieler auf dem Parkett war Youngster Philipp Homscheid.

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