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: Die Wölfe sind zurück in Liga vier

: Die Wölfe sind zurück in Liga vier

Die Oberliga-Handballer der Wölfe Nordrhein sind am grünen Tisch zum Meister und damit zum Regionalliga-Aufsteiger gekürt worden. Wegen der Corona-Krise hat der Handballverband Niederrhein beschlossen, die Saison vorzeitig zu beenden. Absteiger gibt’s, bis auf bereits zurück gezogene Teams, nicht, die Wölfe dürfen aber als aktueller Tabellenführer aufsteigen und in der kommenden Saison wieder in der vierten Liga antreten.

. Thomas Molsner hatte es schon nach dem bitteren Abstieg im Vorjahr angekündigt. Vielleicht sei dieser Abstieg in die Oberliga für seine junge Truppe gar nicht falsch. „Wir werden zusammen bleiben und in der Oberliga sicher eine gute Rolle spielen und uns weiter entwickeln“, hatte der Übungsleiter der Wölfe damals verkündet. Und er hat recht behalten.

Die jungen Wölfe spielten bis zum Corona-Abbruch eine richtig starke Saison. Mit 33:5 Punkten hatten sie als Tabellenführer zum Zeitpunkt des Abbruchs vier Punkte Vorsprung auf die hartnäckigsten Verfolger aus Wuppertal. Nur gegen Haan und Gladbach musste sich das Molsner-Team in dieser Spielzeit geschlagen geben. Dazu kamen ein Remis gegen Oppum und natürlich, für alle Anhänger in Rheinhausen sehr wichtig, zwei Derbysiege gegen den VfB Homberg.

Es wurde auf Verbandsebene lange diskutiert, wie man mit der so noch nie dagewesenen Situation umgehen soll. Am Ende war klar und offiziell, was sich früh abzeichnete: Die Saison wird abgebrochen, die Tabellenführer der Ligen steigen auf, Absteiger wird es aus sportlicher Sicht keine geben. Nun sind die Wölfe also zurück in Liga vier. Wo sie dann nicht mehr als Wölfe, sondern im Traditionsdress des OSC Rheinhausen auf Punktejagd gehen werden. Das ungeliebte Konstrukt Wölfe Nordrhein wird aufgelöst, die Handballabteilung tritt dem wieder genesenen OSC bei, womit sie dem Wunsch vieler Spieler und Handballanhänger in Rheinhausen entspricht.

In der Regionalliga können die Rheinhauser dann nicht nur beweisen, dass sie in der tieferen Klasse gereift sind, dort gibt es dann auch ein Derby-Wiedersehen mit dem MTV Rheinwacht Dinslaken. Die Nachbarn von der anderen Rheinseite standen nach der Sensationssaison und der Meisterschaft nun zum Abbruchzeitpunkt auf dem letzten Platz - und wurden durch den Saisonabbruch gerettet, dürfen also in der Liga bleiben. In Rheinhausen freuen sie sich auf das stimmungsvolle Derby, in Dinslaken im Übrigen auch...