1. Sport
  2. Lokalsport

: Derbyzeit bei OSC-Rückkehr

: Derbyzeit bei OSC-Rückkehr

Der OSC Rheinhausen ist offiziell zurück im Handball. Und zum Ligaauftakt in der Regionalliga Nordrhein gibt es für die Olympischen gleich einen richtigen Kracher: Sonntag, 11.15 Uhr, steigt das Derby beim Lokalrivalen MTV Rheinwacht Dinslaken.

. Die gute Nachricht aus OSC-Sicht vorab: Die berüchtigte „Douvermannhölle“ wird heute als zahmere Version ihrer selbst daherkommen. Denn auch in der Sporthalle an der Dinslakener Douvermannstraße gelten die strengen Corona-Richtlinien mit Abständen und reduzierter Zuschauerzahl.

Die Pandemie ist aber auch gleich für die schlechte Nachricht verantwortlich. Denn die strengen Auflagen und der verspätete Start in die Liga haben doch ein gutes Stück der Starteuphorie um die Rückkehr des OSC Rheinhausen erstickt. Das geplante Legendenspiel mit den ehemaligen Bundesliga-Recken kann nicht stattfinden. Und das wegen der Verschiebung des Ligastarts neue Auftaktprogramm hat es in sich.

Dazu kommt die Ungewissheit, inwiefern der Rhythmus durch coronabedingte Spielausfälle (beim TSV Bonn gab es nun schon einen positiv getesteten Spieler) gestört wird. „Unter normalen Umständen würde ich sagen, dass unser Ziel ein einstelliger Tabellenplatz sein sollte. Aber die Umstände sind nicht normal. Und so halte ich mich mit Prognosen zurück“, gibt der Sportliche Leiter Olaf Mast im Vorfeld des Derbys zu Protokoll. Das Ziel, so Mast, sei aber natürlich ein klares: „Wir wollen so schnell wie möglich 20 Punkte, die zuletzt immer zum Klassenerhalt gereicht haben, holen, und dann weitersehen.“

Richtig gespannt ist Mast, der die Teams aus Ratingen und Korschenbroich als Titelfavoriten sieht, wie sich seine Mannschaft heute in Dinslaken präsentieren wird. Das erste Spiel sei ja immer etwas Besonderes, „denn da weiß keiner so richtig, wo man steht.“ Die extrem lange Vorbereitung und zuletzt eine leichte Erkältungswelle hat ihr Übriges dazugetan.

Vor dem Gegner hat man an der Krefelder Straße höchsten Respekt - auch wenn Rheinwacht nach der Sensationsspielzeit inklusive Meisterschaft vor zwei Jahren im vergangenen Jahr extreme Schwierigkeiten hatte und nur wegen des Lockdowns nicht abgestiegen ist. „Der MTV hat einen neuen Trainer. Und er hat seine Spielweise ein wenig verändert“, hat Mast beobachtet. Im Fokus steht beim OSC dabei das starke Kreisläuferduo Dennis Backhaus und Christoph Enders, die, so Mast, „beide extrem stark und spielintelligent sind.“

Aber auch den stark ergänzten MTV-Rückraum um Max Reede und Philipp Tuda dürfe man nicht außer acht lassen. Grundsätzlich wollen die Schützlinge von Trainer Thomas Molsner aber ihr eigenes Spiel in den Fokus nehmen. Mast: „Wir wollen eine gute Abwehr stellen und über unser starkes Tempo-Spiel zu möglichst vielen einfachen Toren kommen.“ Mal sehen, ob der Plan am Sonntag aufgeht ...