Regionalliga-West: Homberg unterliegt Wuppertaler SV mit 1:3: Der VfB belohnt sich nicht

Regionalliga-West: Homberg unterliegt Wuppertaler SV mit 1:3 : Der VfB belohnt sich nicht

Da war eindeutig mehr drin: Der VfB Homberg verpasst nach dem 1:1 nachzulegen und verliert in den Schlussminuten die Partie.

„Zwischendurch dachte ich: ‚Das können wir gewinnen’“, sagte Stefan Janßen nach Abpfiff. Der Homberger Trainer zeigte sich auf der Pressekonferenz „traurig und frustriert“, nach sehr intensiven 90 Minuten in die enttäuschten Gesichter seiner Jungs zu blicken, hatte ihn sichtlich zugesetzt.

Tatsächlich wäre es nicht unverdient gewesen, wenn der VfB bei seiner Regionalliga-Premiere im PCC-Stadion etwas Zählbares mitgenommen hätte. Zwar erwischte der Wuppertaler SV den besseren Start und hatte schon in der zweiten Minute nach einem scharf hereingedrehten Freistoß aus dem rechten Halbfeld die Führung auf dem Fuß, aber die Homberger kämpften und spielten sich in die Partie und zeigten, dass sie sich nicht verstecken werden.

Die dickste Chance vergab Danny Rankl in der 19. Minute: Nach einem groben Schnitzer in der WSV-Abwehr setzte sich der Stürmer im Laufduell gegen Tom Meurer durch, legte sich den Ball aber dabei den berühmten Ticken zu weit vor und wurde vom herauseilenden Gästetorwart gestoppt.

Auf der Gegenseite spielte der WSV in der 26. Minute seine große Stärke aus: Das 1:0 fiel nach einem Freistoß. Die Homberger Hintermannschaft konnte die wieder sehr scharf angeschnittene Hereingabe nicht entscheidend abwehren, der Ball landete bei Lukas Knechtel, der zur Führung und zum Halbzeitstand einschob. „Standards trainieren wir sehr intensiv. Freut mich, dass wir das so gut umgesetzt haben“, so Andreas Zimmermann. Der Gästetrainer weiß aber auch um die Qualitäten des VfB: „Das war ein sehr schwieriges Spiel, die können nicht nur kämpfen, sondern auch gut Fußball spielen. Ich habe meine Mannschaft in der Halbzeitpause gewarnt, dass es jetzt erst richtig los gehen werde.“ Und er sollte Recht behalten.

Die Homberger übernehmen nach Wiederbeginn zunehmend die Kontrolle, spielen sich immer wieder schnell über die Außen in die Spitze und drängen auf den Ausgleich. In der 54. Minute ist es schließlich eine Flanke vom stark aufspielenden Markus Wolf, die den Kopf von Durim Berisha findet - der Kopfball aus rund elf Metern schlägt unhaltbar ins obere linke Eck ein. Und der VfB gibt weiter Vollgas, drängt den Wuppertaler SV hinten rein. „Da haben wir kurz gewackelt“, sah auch Zimmermann. Doch die Homberger verpassen es einfach, das 2:1 zu machen. Einige gute Einschussmöglichkeiten werden vergeben, beim Lattenknaller von Koray Kacinoglu in der 65. Minute kommt auch noch Pech hinzu. Schließlich sind es Kleinigkeiten, die den VfB um den verdienten Lohn bringen: In der 88. Minute ist es ein schlecht gespielter Querpass im Mittelfeld, durch den Wuppertal ins Gegenpressing kommt und mit dem 2:1 durch Gianluca Marzullo den Spielverlauf auf den Kopf stellt. „Diese minimalen Dinge können hier einfach den Ausschlag geben. Wir schaffen es nicht den Angriff zu stoppen, lassen ihn durchlaufen und dann fällt das Tor“, beschreibt Stefan Janßen und kündigt an, dass diese Kleinigkeiten noch aufgearbeiten werden müssen.

Sichtlich geschockt, fängt sich der VfB eine Minute später noch das 3:1 ein - Endstand. „Wir haben ein tolles Spiel abgeliefert“, hat Janßen recht. Und auch sein Gegenüber Zimmermann attestiert den Gelb-Schwarzen absolute Regionalligatauglichkeit: „Ihr seid eine Bereicherung für die Liga.“

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