: Ankommen und angreifen

: Ankommen und angreifen

Die Fußball-Frauen des Duisburger FV 08 spielen nach einem doppelten Durchmarsch in dieser Saison in der Landesliga. Hier zählt für die Multi-Kulti-Truppe von Trainer Selahattin Demirbas einzig der Klassenerhalt. Zuletzt gab es einige Rückschläge, trotzdem glaubt der emsige Coach daran, dass sein Team auf Sicht oben mitspielen kann.

. Es weht ein anderer Wind in der Landesliga. Das bekam der Duisburger FV schon am sechsten Spieltag der jungen Saison zu spüren. Da gab es auf heimischem Rasen gegen den Mitaufsteiger PSV Wesel mit 0:5 ganz übel einen auf die Mütze. Nach zwei Spielzeiten wie im Rausch, in denen die Fußball-Frauen des Duisburger FV durch Kreis- und Bezirksliga gepflügt sind und zwei Aufstiege in Serie feierten, sind die Vorzeichen in dieser Saison andere. Die Duisburgerinnen spielen um den Klassenerhalt, ganz klar.

Nach zehn Spieltagen rangieren sie mit elf Punkten auf Tabellenplatz zehn. Es geht jetzt zuerst darum, in der Liga anzukommen. „In dieser Liga wird sehr guter Fußball gespielt und jeder Fehler sofort bestraft“, hat Selahattin Demirbas beobachten müssen. Seine ganz junge Truppe befinde sich im Lernprozess. Das Verrückte dabei. Klatschen wie gegen Wesel stehen auch Kantersiege wie das 6:1 gegen Moers zum Saisonauftakt oder der 6:2-Heimsieg gegen Nettetal im Oktober gegenüber. „Wir haben schon einiges an Lehrgeld gegen erfahrene Gegner zahlen müssen. Meine jungen Spielerinnen müssen lernen, nicht zu viel aus dem Bauch heraus, sondern cleverer und organisierter zu spielen“, weiß der 08-Coach. Gelingt das, traut er seiner Truppe auch in dieser Liga alles zu. „In meiner Mannschaft steckt ganz viel Potenzial. Wir gehören zurecht in diese Liga. Wir werden uns behaupten und in Zukunft ganz oben mit dabei sein. In dieser Spielzeit geht es aber nur um den Verbleib in der Liga.

Dabei setzen Demirbas und seine Mannschaft auch auf die längst überfälligen Modernisierung der maroden Platzanalage an der Paul-Esch-Straße in Hochfeld. „Wir alle warten sehnsüchtig auf die Modernisierung. Das würde uns und dem Frauen- und Mädchenfußball im Verein noch mal einen richtigen Schub geben.“

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