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: 24-Stunden-Rennen der kürzeren Art

: 24-Stunden-Rennen der kürzeren Art

Beim 48. ADAC Total 24h-Rennen inkl. ADAC 24h-Classics am Nürburgring war der Duisburger Lance David Arnold und das Rüddel Racing Team am Start. Arnold zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden. Robert Rüddel und sein Team verpassten den Sieg in der FHR-Klasse

. Aufgrund der Corona-Problematik waren beim 48. ADAC Total 24-Rennen lediglich 97 Fahrzeuge an den Start gegangen, von denen 74 das Ziel erreichten. Bis zu 8.500 Zuschauer, die mit Corona-bedingten Sicherheitsabständen auf den Tribünen des Grand-Prix-Kurses saßen, erlebten ein denkwürdiges Rennen, das viele spektakuläre Momente und unter anderem die siebte wetterbedingte Unterbrechung in der Historie des 24h-Rennens bot. Die Nordschleife musste komplett ohne Zuschauer bleiben. Richtig Stimmung konnte daher während der Veranstaltung nicht aufkommen.

Das 24h-Rennen 2020 geht damit als eines der kürzesten Rennen in die Geschichte des 24h-Rennens ein. Starker Regen in der Nacht und daraus resultierende Unfälle veranlassten die Verantwortlichen, das Rennen in der Nacht mit roter Flagge für neuneinhalb Stunden zu unterbrechen. Am Sonntag früh gegen 8 Uhr wurde das Rennen fortgeführt. Mit einer starken Vorstellung am Sonntagvormittag dieser Regenunterbrechung hatte sich der Rowe-BMW M6 #99 perfekt positioniert und dann bei einem weiteren Regenschauer 1:45 Stunden vor dem Ende die richtige Entscheidung bezüglich der Reifen getroffen. Zum Rennende hatten der Niederländer Nicky Catsburg und die beiden Briten Alexander Sims und Nick Yelloly im Rowe-BMW M6 #99 nach 85 Runden und 2.157,13 Kilometern 15,4 Sekunden Vorsprung vor dem Audi R8 LMS #3.

„Strategisch hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Es gab Regen im Brünnchen und wir dachten, dass wir auf Slicks weiterfahren können. Doch der Regen ist gewandert und das hat uns wohl den Sieg gekostet. Ich bin mit Platz zwei trotzdem zufrieden“, sagte Christopher Haase. Hinter ihm, Mirko Bortolotti und Markus Winkelhock fuhren Augusto Farfus, Jens Klingmann, Martin Tomczyk und Sheldon van der Linde im Schnitzer-BMW M6 #42 als Dritte aufs Podium.

Lance David Arnold

Lance David Arnold, der zusammen mit Lars Kern, Mathieu Jaminet und Maxime Martin den Frikadelli-Porsche # 31 pilotierte, war mit dem Ergebnis zufrieden. Als sechste bei der Zieldurchfahrt, wurde das Fahrzeug mit einer Zeitstrafe bedacht und landete daher auf Platz sieben. „P7 am Ende eines der schwierigsten 24h Rennen, die ich am Ring gefahren bin. Regen alleine ist schon sehr speziell – das Ganze im September macht es zu einem echten Erlebnis. Ich sag‘ mal so, die Strafe am Ende ist ziemlich lächerlich, aber da wird es die Tage nochmal ein Statement zu geben. Am Ende wurde der Kampf Jaminet / Eng bestraft wegen Härte (ich habe hier eigentlich nur einen Mega Kampf zwischen Profis gesehen). Ich bedanke mich bei der ganzen Mannschaft und bei meinen Fahrer-Kollegen – Mega Job Jungs!“

24h Classics – Youngtimer + FHR (Fahrergemeinschaft Historischer Rennsport)

Für Robert Rüddel und sein Team sollte das 3Stunden-Rennen der Höhepunkt der Saison werden. Angereist war man nur mit dem sehr starken Ford Escort MK1, der in der FHR-Wertung zu den Spitzenfahrzeugen gehört. Im Training konnte man dies bestätigen und die Bestzeit war die Belohnung. Am Freitagvormittag ging es von Platz 1 in der Startgruppe 3 (FHR) ins Rennen. Bei feuchten/kalten Bedingungen legte Mike Stursberg direkt von Beginn an ein hohes Tempo vor, um einen sicheren Vorsprung herauszufahren. Zur Halbzeit des Rennens übergab er in Führung liegend den Escort an Heinz Schmersal, der mit konstant stabilen Zeiten die Spitze verteidigen konnte. In den letzten 30 Minuten setzte dann stärkerer Regen ein, der zu einer Reihe brenzliger Situationen führte. Und dann auch noch das Aus für den Rüddel-Escort, der plötzlich im Streckenabschnitt Brünnchen ausrollte. Ein Weiterfahren war nicht möglich, das Fahrzeug musste abgeschleppt werden. Probleme mit der Benzinzufuhr waren wohl die Ursache. Weitere Untersuchungen laufen noch. Die Enttäuschung war natürlich groß, bei Fahrern und Team. Das Ende einer nicht wirklich guten Saison.

Insgesamt haben 98 von den 156 gestarteten Fahrzeugen das Rennen der 24h-Classics beendet.