Holland - wichtiger denn je

Holland - wichtiger denn je

Mit mächtig Rückenwind und einer großen Portion Zuversicht geht der MSV das Spiel am Freitag beim Tabellenführer aus Freiburg an. Duisburgs Trainer Ilia Gruev wird dann wieder auf seinen aktuell wohl wichtigsten Spieler setzen: James Holland.

Die Zuversicht ist mit aller Macht zurück beim MSV. Und das Glück. Jenes Glück, was den Zebras in dieser Saison nicht wirklich hold war. Das heiß diskutierte Phantom-Tor von Thomas Bröker war auch Tage nach dem so wichtigen 2:1-Sieg im Abstiegsduell gegen 1860 das große Thema. Denn die Löwen haben sich nun doch dazu durchgerungen, Einspruch einzulegen. Warum, wird wohl das Geheimnis der Münchener bleiben. Denn auf einen positiven Bescheid ihres Einspruchs werden die Löwen angesichts der Tatsachenentscheidung wohl nicht wirklich ernsthaft glauben.

Beim MSV fokussiert sich nun alles auf den FC Freiburg. Denn da muss die Gruev-Elf am Freitagabend, 18.30 Uhr, ran. Beim Tabellenersten, der am Montag zu einem sehr schmeichelhaften 2:2-Remis in Braunschweig kam, wird einer wohl erneut in der Startelf stehen, der quasi das gute Omen von Ilia Gruev ist. Denn, wann immer James Holland unter Gruev in der Duisburger Startelf stand, gab es keine Niederlage für den MSV. „James ist ein ganz wichtiger Spieler für uns. Und was er gegen München geleistet hat, war schon Wahnsinn“, schwärmt Gruev von seinem kantigen Abfangjäger vor der Abwehr. 85 Prozent gewonnene Zweikämpfe, den Defensiv-Verbund stark zusammengehalten und noch eine gelb-rote Karte herausgeholt – die holland’sche Bilanz aus dem München-Spiel kann sich sehen lassen. Auffällig in der Entwicklung von Holland bei den Duisburgern: Er interpretiert seinen Job defensiver, haushaltet besser mit seinen Kräften und wird in den Zweikämpfen mit zunehmender Saison-dauer immer effektiver. Gruev: „Er hat schnell kapiert, was ich von ihm will.“ Dazu hat der Australier mit Baris Özbek einen technisch beschlagenen, schnellen und umsichtigen Partner an seiner Seite. „Die beiden machen das sehr gut zusammen“, lobt ihr Trainer. Die starken Leistungen Hollands sind natürlich auch der Konkurrenz nicht verborgen geblieben. „Aber wenn wir die Klasse halten, ist es gut möglich, dass ich bleibe“, hat Holland jüngst zu Protokoll gegeben.

Im Breisgau wird auch Branimir Bajic wieder mit dabei sein. Und so wird es spannend zu sehen sein, was mit Enis Hajri, der nach seiner langen Verletzungspause so stark zurück gekommen ist, passieren wird...

(Niederrhein Verlag GmbH)
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