Der MTV-Höhenflug hält an

Der MTV-Höhenflug hält an

Handball aus der Region: Was für eine Saison vom MTV Rheinwacht Dinslaken. Der Aufsteiger räumt in der Regionalliga weiterhin reihenweise die großen Gegner aus dem Weg. Gelingt nach dem Heimsieg gegen Korschenbroich auch am Donnerstag ein Erfolg gegen Bonn, überwintert die Jakobs-Truppe tatsächlich auf Platz eins.

Der VfB Homberg und die Frauen des TuS Lintfort fahren ganz wichtige Siege ein, während die Wölfe Nordrhein nach der Pleite in Aachen weiter im Tabellenkeller festhängen.

Das "Schlimmste", was dem MTV Rheinwacht jetzt vor der Winterpause noch passieren kann, ist ein Abrutschen auf Platz vier. "Verrückt oder?", lacht MTV-Coach Harald Jakobs, der dieses Szenario vor der Saison "natürlich sofort unterschrieben" hätte. So richtig wusste man bei den Dinslakenern vor der Saison nicht, was sie in der neuen Klasse erwarten wird. Nun, am Ende der Hinrunde, herrscht Gewissheit: Der MTV Rheinwacht Dinslaken kann mithalten in der Regionalliga. Und noch viel mehr als das. Der Aufsteiger hat sich bei der Konkurrenz gehörig Respekt verschafft.

Gewinnt die Jakobs-Truppe am Donnerstagabend, Anwurf 19.30 in der Douvermannhalle, ihr Heimspiel gegen den TSV Bonn, grüßen Max Reede & Co. in der Winterpause tatsächlich von ganz oben. Trotzdem bleiben alle an der Douvermannstraße angenehm bodenständig. Von einer Korrektur der Saisonziele wollte Harald Jakobs auch nach dem kämpferisch überzeugenden 31:27-Heimsieg gegen Korschenbroich am vergangenen Sonntag nichts wissen. "Diese Liga ist so umkämpft und ausgeglichen, da kann sich die Situation in wenigen Wochen schnell komplett ändern. Wenn am Ende ein Platz im oberen Tabellendrittel rausspringt, sind wir alle sehr zufrieden."

Gegen Korschenbroich zeigte der Aufsteiger das, was ihn in dieser Spielzeit stark macht: Über mannschaftliche Geschlossenheit, bissige Abwehrarbeit und große Variabilität im Angriffsspiel fighteten sich die Hausherren nach schwacher Anfangsphase zurück in die Partie. Mit zwei Kreisläufern und einem Max Reede in Galaform lagen die Gastgeber in Durchgang zwei ständig vorne - und ließen sich auch von einer doppelten Unterzahl nicht vom Weg abbringen. Und das gegen einen Gegner, der, so Jakobs, "sicherlich zu den besten in dieser Liga gehört."

Der VfB Homberg bleibt sich derweil auch treu. Auf eine üble Reibe folgt in dieser Spielzeit stets eine Klasse-Leistung. So auch diesmal wieder, als die Schürmann-Mannschaft nach der 19:32-Klatsche in Bonn mit dem 31:25-Heimsieg im Derby gegen Königshof erfolgreich Wiedergutmachung betrieb. Angetrieben von Mirko Szymanowicz und Andreas Wink im Rückraum sowie Marc Pagalies auf Linksaußen fuhren die Schwarz-Gelben einen lockeren Heimsieg gegen eindeutig unterlegene Krefelder ein.

Während sich der VfB ein wenig Luft im Abstiegskampf verschafft hat, sieht es bei den Wölfen Nordrhein nicht so rosig aus. Zwei Punkte und ein Tabellenplatz trennen die Wölfe von den Abstiegsrängen, die momentan Königshof und die HSG Siebengebirge belegen. Bei der deutlichen 23:30-Niederlage in Aachen gab es für die Mannschaft von Trainer Alex Tesch, der diesmal nicht ins Spielgeschehen eingriff, nichts zu holen. Ein Sechs-Tore-Lauf der Gastgeber sorgte schon vor der Halbzeitpause für die Entscheidung.

Großen Jubel gab dagegen im Lager der Handball-Frauen des TuS Lintfort in der 2. Bundesliga. Nach fünf erfolglosen Versuchen gelang den Lintforterinnen nun beim hart umkämpften 25:22.Sieg bei der SG Herrenberg endlich der lang ersehnte Auswärtssieg. Angeführt von der starken Regisseurin Mie Norup Isaksen lieferte sich der Tus mit der SG ein Duell auf Augenhöhe. Bis zum 22:22 kurz vor Schluss stand die Partie komplett auf der Schneide. "In den Schlussminuten haben wir uns dann endlich einmal für den Aufwand belohnt und mit tollem Kampfgeist den ersten Auswärtssieg eingefahren. Und das auch noch ohne die angeschlagenen Inske Kuik und Tatjana van den Broek," freute sich Lintforts Trainerin Bettina Grenz-Klein nach der Partie. Durch den Sieg geht der TuS mit 8:16 Punkten und als Tabellen-13. in die kurze Weihnachtspause, die für die Lintforterinnen bereits am 5. Januar mit dem Heimspiel gegen Trier schon wieder endet.

(Niederrhein Verlag GmbH)
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