Der MSV Duisburg bei Eintracht Braunschweig: Das Team muss sich stützen

Der MSV Duisburg bei Eintracht Braunschweig : Das Team muss sich stützen

Der King steht wieder in der Startelf — jedenfalls am Sonntag beim Spiel in Braunschweig (Anstoß: 13.30 Uhr). Gegen die Eintracht ist Stanislav Iljutcenko ebenso gelbgesperrt wie Lukas Fröde. Wer den ersetzen wird, ließ Ilia Gruev noch offen.

Der MSV-Coach muss möglicherweise noch eine weitere, schmerzhafte Umstellung vornehmen.

Das sah gar nicht gut aus. Beim Training am Donnerstag rasseln Enis Hajri und Fabian Schnellhardt zusammen. Der MSV-Spielmacher blieb mit Schmerzen liegen, konnte dann nur gestützt den Platz verlassen.

"Wir werden ihn um zwölf Uhr hier behandeln lassen", erklärte MSV-Trainer Ilia Gruev am Freitag im Trainingszentrum. Schnellhardt habe einen Schlag gegen den Knöchel bekommen, aber die Symptome sähen erstmal nicht so schlimm aus. Trotzdem könnte die Frage heute statt "Albutat oder Gartner" auch anders lauten: Albutat und Gartner; der eine als Sechser, der andere auf der Spielmacherposition.

Offen war am Freitag auch noch, ob Cauly Souza in Braunschweig wieder mit auf der Bank sitzt. "Einen Kurzeinsatz traue ich ihm schon zu", so Gruev.

Gesetzt ist Kingsley Onuegbu als Stürmer. "Vom Potenzial her ist er für mich ohnehin ein Stammspieler", sagt Gruev, "ich weiß, was ich an ihm habe." Sowohl im Training als auch bei seinen Einsätzen sei er immer hochmotiviert. Das war auch zuletzt gegen Düsseldorf zu sehen, als er seiner Mannschaft beinahe noch einen Punkt gerettet hätte. Einen weiteren Stürmer hat Gruev nicht im Kader, aber, falls nötig: "Wir können umstellen." Daschner etwa könnte offensiv eingewechselt werden.

Für Kingsley Onuegbu ist Braunschweig ein besonderer Gegner: Bei der Eintracht begann seine Profikarriere, dort hat er noch Familie. "Das ändert aber nichts an meiner Einstellung, meine Motivation ist immer groß." Natürlich freut er sich auf das Wiedersehen mit Domi Kumbela. Mit dem Eintracht-Stürmer hat auch Ilia Gruev noch zusammengespielt, bei Rot-Weiß Erfurt. Und Ilia Gruev hat auch den letzten Siegtreffer für den MSV Duisburg bei Eintracht Braunschweig geschossen — vor 15 Jahren. "Wir haben ja nicht jedes Jahr gegeneinander gespielt", relativiert Gruev die "Negativserie" ein wenig. Dass angesichts von sieben Plätzen Rückstand jetzt die Gelegenheit besonders günstig wäre, glaubt Gruev aber nicht. "Für mich gehörte Braunschweig vor der Saison zu den Aufstiegskandidaten. Das zeigt für mich, wie schwer es ist in dieser Liga. Man sieht: Jeden Spieltag musst du kämpfen und dich beweisen." Aber Gruev ist trotz zuletzt zweier Niederlagen in Folge weiter zuversichtlich: "Wir sind eine stabile Mannschaft. Unser Erfolg ist kein Zufallsprodukt."

(Niederrhein Verlag GmbH)
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