Alles im grünen Bereich

Alles im grünen Bereich

Der Stadtsportbund (SSB) Duisburg schaut auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Nicht nur seine Veranstaltungen liefen gut, auch in Punkten wie dem Duisburger Pakt für den Sport, dem Bau einer Multifunktionshalle für Duisburg und der Ausbildungsinitiative für Talente sind viele wichtige Dinge auf den Weg gebracht worden.

Das kann man schon ruhigen Gewissens sagen: Aus Veranstaltungssicht und in der internen Gewichtung ist die Sportschau zum Ende des Jahres stets das Highlight für die Verantwortlichen des SSB. Und so machte auch der Stadtsportbund-Vorsitzende Rainer Bischoff keinen Hehl daraus, wie stolz er über die tolle Resonanz auf die Akrobatik- und Sportler des Jahres-Wahl-Show im stets voll besetzten Theater am Marientor ist. „Wir waren in diesem Jahr so früh ausverkauft, wie noch nie zuvor. Einige Gäste sind schon in der Pause der Show zu mir gekommen und haben zur Veranstaltung gratuliert“, strahlt Bischoff beim traditionellen Jahresrückblick.

2018 war das Jahr, in dem der SSB viel Wichtiges auf die Schienen gesetzt hat. So wie zum Beispiel die Ausbildungsinitiative für junge Sporttalente in Duisburg. Perspektivisch wollen die Sportfunktionäre wieder einen Duisburger Olympiasieger präsentieren. Der fällt aber natürlich nicht vom Himmel. Mit der Ausbildungsinitiative, der sich u.a auch die Uni und der Unternehmerverband angeschlossen haben, will der SSB in Zukunft 200.000 Euro jährlich für die Förderung des Spitzensports in Duisburg akquirieren. „Das zu erreichen wird nicht leicht, aber wir haben schon positive Signale bekommen, die uns zuversichtlich stimmen“, berichtet SSB-Geschäftsführer Uwe Busch. In sechs Sportarten wie Hockey, Judo, Wasserball, Kanusport, Frauenfußball und perspektivisch auch Handball sehen die SSB-Verantwortlichen einige Duisburger Vereine leistungssportmäßig aufgestellt. Hier soll angesetzt werden. Und zum Beispiel in Vereinsstrukturen, Platzanlagen, Vereinsheime investiert werden. Die ersten Geldgeber, wie zum Beispiel die Sparkasse Duisburg und die Volksbank Rhein-Ruhr, sind schon an Bord. Angekoppelt ist eine Initiative für eine sportfreundliche duale Karriere für Talente. Dazu kommt noch ein Mobilitätstest an den Schulen für Zweitklässler, bei dem Talente schon früh erkannt werden sollen.

Aus dem 300 Millionen Euro schweren Sportförderpaket des Landes hoffen Rainer Bischoff & Co. in den kommenden vier Jahren sieben bis acht Millionen Euro für die Duisburger Sportvereine abgreifen zu können. Allerdings mahnt der SSB-Chef zur Geduld. Es bringe nichts, jetzt schon mit Anträgen um die Ecke zu kommen. „Das kann noch ein wenig dauern. Das Ganze ist zwar für 2019 in Aussicht gestellt, wir haben aber noch gar nichts Faktisches.“

2021 läuft zudem der „Pakt für den Sport“ aus, den der SSB 2016 mit der Stadtverwaltung, Politik und OB ausgehandelt hat. In 2019 wird neu verhandelt. Und der SSB-Vorstand geht mit einer klaren Zielsetzung in die Verhandlungen. Karl-Heinz Dinter sagt: „In den Zeiten der großen Haushaltskrise war der Pakt gut, weil er den Bestand festgeschrieben hat. Jetzt aber können wir mit den Erwartungen eines Aufschlags in die Verhandlungen gehen.“

Voran gehen soll es aus Sicht des SSB auch in Sachen Multifunktionshalle. Uwe Busch verstünde ja, dass es da angesichts der Kosten keine Schnellschüsse geben könne, „aber wir fordern diese Halle.“ Und man sehe auch die Bereitschaft der Stadt, an der Umsetzung zu arbeiten. „Ich habe das Gefühl, die Akteure wollen alle grundsätzlich“, sagt auch Rainer Bischoff, der als „1A-Lage“ für die Halle den ehemaligen Güterbahnhof ausgemacht hat.

(Niederrhein Verlag GmbH)