1. Niederrhein

Weihnachtsbeleuchtung in Hochemmerich eingeschaltet - Werbering Rheinhausen lebt

Weihnachtsbeleuchtung in Hochemmerich eingeschaltet - weitere Aktivitäten folgen : Werbering Rheinhausen lebt

Wer dachte, mit dem plötzlichen Tod des langjährigen Rheinhauser Werbering-Vorsitzenden Karsten Vüllings im September sei auch das Ende des Werberings selbst besiegelt, der irrt. Ein deutliches Lebenszeichen wurde am Freitagabend mit dem Einschalten der Weihnachtsbeleuchtung in der Fußgängerzone der Friedrich-Alfred-Straße und an einzelnen Geschäften an der Krefelder Straße gesetzt.

Weitere Lebenszeichen sollen folgen, wie die kommissarische Werbering-Vorsitzende, Elisabeth Schmitz, im Rahmen des „2. Licht-an-Treffen“ bei einem Umtrunk in ihrer Mode-Boutique versicherte. Zunächst aber dankte die seit 47 Jahren in Rheinhausen tätige Einzelhändlerin dem Runden Tisch-Rumeln-Kaldenhausen für die „Nachbarschaftshilfe in Sachen Weihnachtsbeleuchtung“. Dieser hatte nämlich die Organisation und Finanzierung der 28 Leucht-Sterne im Rahmen des „Arbeitskreises Weihnachtsbeleuchtung Hochemmerich“ vorab übernommen.

Für Ferdi Seidelt, Sprecher des Arbeitskreises und Vorsitzender vom Runden Tisch Rumeln-Kaldenhausen, war es eine Herzensangelegenheit hier zu unterstützen. „Vor vier Jahren stand die Idee im Raum, wieder eine Weihnachtsbeleuchtung in Rheinhausen zu realisieren. Im vergangenen Jahr haben wir einen Anfang gemacht. Als gebürtiger Rheinhauser lag mir das sehr am Herzen“, schwelgt er in Kindheitserinnerungen, als prachtvolle Lichterketten mit unzähligen Glühbirnen die Straßen der Rheinhauser-City schmückten und den vorweihnachtlichen Einkaufsbummel zum besonderen Erlebnis werden ließen. Darüber hinaus möchte Seidelt, wie in Rumlen-Kaldenhausen, die Attraktivität des Ortes und damit auch die Gewerbetreibenden gestärkt sehen. „Black Friday hin, Cyber Monday her – davon profitieren in erster Linie der Online-Handel und die großen Ketten. Die kleinen Händler und Dienstleister vor Ort, obschon sie preiswerte Qualität und persönliche Beratung bieten, haben dabei leider das Nachsehen“, stellt Seidelt fest.

Also wurden kurzerhand das Patent der Rumelner Weihnachtssterne nach Rheinhausen exportiert, kommunale Mittel zur `Pflege des Ortsbildes´ beantragt und nicht zuletzt dank der unermüdlichen Akquise von Katharina Gottschling (stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Rheinhausen) unter den Geschäftsleuten im Ort die nötigen Sponsoren gefunden. Durch die moderne LED-Technik der Sterne sind die Stromkosten sehr gering und die Umweltbilanz darstellbar. Für die Lagerung hat der Bauverein Rheinhausen, wie früher, Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. Im kommenden Jahr wird der Rheinhauser Werbering die Organisation und Finanzierung dann selbst übernehmen sowie eine Ausweitung der Weihnachtsbeleuchtung vorantreiben.

Die Weihnachtssterne funkeln in der Fußgängerzone der Friedrich-Alfred-Straße in Rheinhausen. Einige im vorderen Bereich (rechts) blieben am „Einschalttag“ leider dunkel. Abhilfe wurde zugesichert. Foto: NVM/Thorsten Vermathen

Doch nicht nur das, wie Elisabeth Schmitz berichtet: „Nach dem schmerzlichen Verlust von Karsten Vüllings, waren wir in den vergangenen Wochen mit der Aufarbeitung und Bestandsaufnahme beschäftigt. Jetzt wollen wir in die Zukunft blicken und für Rheinhausen an einem Strang ziehen. Am 9. Dezember wird es eine Hauptversammlung geben, bei der auch Neuwahlen des Vorstandes anstehen. Egal wie diese ausgehen, stehen neben drei Verkaufsoffenen Sonntagen auch drei festliche Veranstaltungen für das kommende Jahr auf dem Fahrplan des Werberings Rheinhausen: ein Frühlingsfest im Mai, das Stadtfest im Sommer und ein Weihnachtsmarkt an einem Wochenende im Dezember.“

Neben dem Einzelhandelsverband und dem Bezirksmanagement sollen für die Umsetzung nicht nur Geschäftsleute des Ortes ins Werbering-Boot geholt werden, wie Winfried Barsuhn, Geschäftsführer des Werberinges, betont. „Unsere rund 20 aktiven Mitglieder freuen sich sehr über Unterstützung. Jeder, der gute Ideen für Rheinhausen hat oder in welcher Form auch immer bei der Umsetzung der Werbering-Aktivitäten mitwirken möchte, ist herzlich willkommen, sich im Werbering zu engagieren. Auch Vereine möchten wir gerne in Zukunft mehr einbinden.“

Wer sich jetzt bereits angesprochen fühlt, kann sich umgehend bei Elisabeth Schmitz unter 02065/52125 melden oder einfach im Ladengeschäft „Marelle Moden“ an der Krefelder Straße 25 zu den üblichen Öffnungszeiten reinschauen. Bis zum Dreikönigstag wird die Weihnachtsbeleuchtung in Hochemmerich jedenfalls abends den Weg weisen.

(TV)