Unterschriftenübergabe an Bezirksbürgermeisterin: Schotterwege am Toeppersee nachbessern

Unterschriftenübergabe an Bezirksbürgermeisterin - Wirtschaftsbetriebe werden aktiv : Schotterwege am Toeppersee nachbessern

Die Wege am Ostufer des Toeppersees sind streckenweise ein Ärgernis für die Erholungssuchenden (Stadt-Panorama berichtete am Mittwoch). Insbesondere der obere Weg ausgehend vom Bereich um den Spielplatz an der Ringstraße in Richtung Beekstraße wurde von Seiten der Stadt „verschlimmbessert“. Auswaschungen wurden hier vor Wochen einfach mit grobem Schotter verfüllt, was ein Fortkommen erschwert. Eine diesbezügliche Anfrage der CDU Fraktion im Bezirk an die Verwaltung ist seit Wochen unbeantwortet, ebenso wartet jüngst eine Nachfrage vom Stadt-Panorama auf Antwort.

Um die Dringlichkeit der Wege-Problematik deutlich zu machen, hat Renate Pottbäcker, betroffene Anwohnerin aus Rheinhausen, eine Unterschriftenaktion initiiert und mittlerweile rund 200 Unterstützer/innen erreicht. „Ich fahre viel Fahrrad, gerne auch abends eine Runde um den Toeppersee. Zudem lebt meine Mutter im AWO-Haus an der Ringstraße, mit der ich auch regelmäßig am Toepper spaziere. Daher ist mir die Problematik mit dem groben Schotter quasi täglich aus eigener Erfahrung bekannt.“

Auswaschungen auf den Wegen am Toeppersee wurden einfach mit sehr grobem Schotter verfüllt, was ein Begehen oder Befahren mit Kinderwagen, Rollator, Rollstuhl oder Fahrrad mehr als erschwert. Foto: NVM/Thorsten Vermathen

Über 200 Erholungssuchende bestätigen die Probleme mit ihrer Unterschrift, egal ob Eltern mit ihren Kinderwagen, Fahrradfahrer jeden Alters, ältere Menschen, die mit Rollator oder Rollstuhl unterwegs sind oder Jogger. Auf den groben Schotterflächen ist das sichere Fortkommen teils nicht möglich und man muss – wenn möglich – auf die Wiese ausweichen. „Meine Mutter beispielsweise geht diese verschlimmbesserten Wege nicht mehr alleine, aus Angst zu stürzen“, macht Renate Pottbäcker deutlich. Auch Mitstreiter Wolfgang Jansen ist betroffen: „Ich jogge hier gerne lang, aber auf diesem Schotter ist die Gefahr des Umknickens einfach viel zu groß.“ Mitstreiterin Angela Menn-Printz bestätigt dies aus Sicht der Radfahrer: „Wenn man nicht gerade jung und dynamisch auf einem Mountainbike fährt, ist die Gefahr auf dem groben Schotter wegzurutschen oder die Kontrolle über den Lenker zu verlieren durchaus akut. Ein Reifenschaden wäre da nur das kleinste Übel.“

Mit ihrem Anliegen, dass die Wege dringend nachgebessert werden müssen, sind die drei am Donnerstag an die Rheinhauser Bezirksbürgermeisterin Astrid Hanske herangetreten, die Verständnis zeigte: „Über 200 Unterschriften machen deutlich, dass hier ein Problem vorliegt. Wir werden zur Sache einen Antrag in die Bezirksvertretung einbringen.“ Da die nächste Sitzung der Bezirksvertretung aber erst im September sein wird, versucht die Bezirksbürgermeisterin quasi auf dem „kleinen Dienstweg“ eine Auskunft bei den Wirtschaftsbetrieben zu erhalten, denn die werden in dem Fall wahrscheinlich zuständig sein. „Zumindest müssen wir mal eine Auskunft erhalten, wie diese Wegeausbesserungen so ausgeführt werden konnten und wie die weiteren Planungen aussehen.“ Währenddessen werden Renate Pottbäcker und ihre Mitstreiter/innen weiter fleißig Unterschriften sammeln. Hoffen wir mal, dass hier schnellstmöglich Bewegung in die Sache kommt und sich bis zur Lösung der Schotter-Problematik niemand verletzt.

UPDATE 23. Juli 2019: Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg werden morgen ein Ortsbegehung durchführen und zeitnah Maßnahmen ergreifen, damit die Wege-Problematik gelöst wird.

(TV)
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