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: Weihnachtsgeschäft bleibt unberührt

: Weihnachtsgeschäft bleibt unberührt

Die groß angelegte Sanierung des historischen Ortskerns in Rheinberg geht in die nächste Phase. Ab Anfang April bekommen Gelderstraße, Kamper Straße, Alte Poststege und Beguinenstraße ein neues Gesicht.

Mit der Einkaufstraße Gelderstraße sind die Sanierungsarbeiten damit an ihrem sensibelsten Punkt angekommen. Kommunikation und professionelles Baustellenmanagement sind jetzt das A und O. Das wissen natürlich auch die Verantwortlichen im Rheinberger Stadthaus. „Wir haben in den vergangenen Wochen alles mit der Werbegemeinschaft abgestimmt, viele Flyer verteilt, das Gespräch mit den Gewerbetreibenden und Anwohnern gesucht und unsere geplanten Maßnahmen erklärt und besprochen“, berichtet Bürgermeister Frank Tatzel. Eine der großen Aufgaben ist es, Baustelle und Feste aufeinander abzustimmen. Das Frühlingsfest am 29. März ist nicht betroffen. Anders sieht es da beim Stadtfest am 20. und 21. Juni aus. Zu diesem Zeitpunkt werden die Sanierungsarbeiten im vollen Gange sein. „Aber“, ist sich Tatzel sicher, „da werden wir eine gute Lösung für alle finden.“ Eine gute Lösung gibt es bereits für alle Geschäftsleute beim Blick aufs Weihnachtsgeschäft 2020. Zwar starten ENNI und die GmbH Kommunales Wasserwerk (KWW) Anfang April mit der Erneuerung der Hausanschlüsse und der Trinkwasser-Hauptleitung an der Gelderstraße. Diese Arbeiten werden aber Ende September abgeschlossen sein. „Und wir als Stadt beginnen dann erst im Januar 2021 mit den Straßenarbeiten, so dass das Weihnachtsgeschäft nicht beeinträchtigt wird“, verspricht Dieter Paus, Erster Beigeordneter der Stadt. Für den Übergang wird die Gelderstraße dann mit einer Schwarzdecke versehen. „Wir haben uns sehr gut mit Stadt und KWW abgestimmt im Vorfeld, machen alles Hand in Hand, und stehen für alle Betroffenen immer vor Ort und über unser Baustellentelefon unter 02841/104600 zur Verfügung“, betont ENNI-Sprecherin Katja Nießen. Ihr Kollege Amir Duric betont, „dass alle Geschäftsleute während unserer Arbeiten ihre Geschäfte beidseitig erreichen“ können und die Gelderstraße wohl „ziemlich mittig“ aufgerissen werde, so dass „Passanten links und rechts von der Baustelle problemlos passieren“ könnten.

Grundsätzlich sieht der Plan so aus: Während
ENNI und KWW mit ihren Arbeiten auf einem etwa 220 Meter langen Teilstück an der Gelderstraße beginnen, startet die Stadt zeitgleich mit den Straßenbauarbeiten in der Alten Poststege. Dieser Abschnitt soll im Sommer fertiggestellt sein, danach geht es an der Kamper Straße weiter, ehe Anfang 2021 dann in zwei Bauabschnitten die Gelderstraße umgebaut wird. Abschließend wird dann die Beguinenstraße umgestaltet. „Im November 2021 wollen wir mit den Arbeiten am vierten Bauabschnitt durch sein“, berichtet Dieter Paus, der die Kosten aus Stadtsicht auf 1,58 Millionen Euro beziffert, „wovon 65 Prozent aber von Land und Bund über Städtebaumittel gefördert werden.“ Die Kosten der ENNI beziffert Amir Duric auf 171.000 Euro. Die KWW muss rund 60.000 Euro in die Hand nehmen. Bei den beiden abschließenden Bauabschnitten, die ab 2022 folgen werden, geht es um die Sanierung von Stadtburg-Areal und Wallanlagen.