Unterstützung für frisch gebackene Eltern in Rheinberg: Herzlich willkommen, Baby!

Unterstützung für frisch gebackene Eltern in Rheinberg : Herzlich willkommen, Baby!

Rund 300 Babys werden pro Jahr in Rheinberg geboren. Sozialarbeiterin Maike Holthuis besucht die frisch gebackenen Eltern und hat dabei nicht nur zahlreiches Infomaterial im Gepäck, sondern auch Mützchen, Schühchen, Halstücher und Hosen. Diese kleinen Präsente werden von ehrenamtlichen Helferinnen genäht. Tatkräftige Unterstützung und eine Nähmaschine werden benötigt.

Im Rahmen des Beratungsangebotes „Frühe Hilfen“ führt Sozialarbeiterin Maike Holthuis die sogenannten Babybegrüßungsbesuche durch. Das macht sie nicht unangekündigt, sondern fragt ca. sechs Wochen nach der Geburt telefonisch an, ob sie vorbeikommen darf, um ein Willkommenspaket zu übergeben. „Wer noch nichts davon gehört hat, ist erstmal skeptisch, wenn das Jugendamt anruft. Aber nachdem ich erklärt habe, worum es geht, ist die Freude meist groß, dass es solch ein Unterstützungsangebot gibt“, berichtet Holthuis und fügt hinzu: „Natürlich ist niemand ist verpflichtet, mir die Türe aufzumachen!“ Allerdings habe die Erfahrung gezeigt, dass der persönliche Kontakt gut tut, denn meist brennen den frisch gebackenen Eltern viele Fragen unter den Nägeln, die sich im Rahmen des Besuches schnell und unkompliziert beantworten lassen. Zudem bauen die „Frühen Hilfen“ Hemmungen ab, sich auch später Unterstützung zu holen. Und dafür sei das Jugendamt schließlich da, wie Rosemarie Kaltenbach, Vorgesetzte des Dezernat I, dem auch der Fachbereich Jugend und Soziales untersteht, betont: „Die Aufgabe des Jugendamtes ist es, zu beraten und zu unterstützen - und nicht nur Kinder ’wegzunehmen’. Hilfestellung zu leisten, hat oberste Priorität!“

Und das Willkommenspaket ist da ein guter Start! Es beinhaltet zahlreiche Flyer rund um das Thema „Familie in Rheinberg“ und eine Broschüre, in der viele interessante Informationen, Adressen, Anlaufstellen und auch ein Elternbrief sind. Letzterer behandelt alterstypische erzieherische Themen in den jeweiligen Entwicklungsstufen. Außerdem gibt’s für jedes Baby ein Mützchen, ein Halstuch, eine Hose oder ein Paar Schühchen - produziert von engagierten, näh- und strickbegeisterten Ehrenamtlern. So wie den sechs Frauen, die immer dienstags und mittwochs bei der Tuwas Genossenschaft, Melkweg 5 c, fleißig für die Neugeborenen Hosen, Mützen und Halstücher nähen. Von letzteren haben sie seit den Sommerferien bereits 60 Stück fertiggestellt, denn „Tücher kann man nicht genug haben“. Nun wird allerdings dringend eine Nähmaschine benötigt. „Ob overlock oder normal - wir würden uns sehr freuen, wenn jemand eine gut funktionierende Nähmaschine abzugeben hätte“, hofft Birgit Kraemer, dass ihre Nähgruppe weiterhin dazu beitragen kann, alle Neugeborenen mit ihren schönen Präsenten willkommen zu heißen.

Mehr von Stadt-Panorama