Ralf und Alida lehren zu Halloween das Fürchten: Ach, was gruselt mir!

Ralf und Alida lehren zu Halloween das Fürchten : Ach, was gruselt mir!

Ralf und Alida Jochums sind absolute Halloween-Fans. Jedes Jahr dekorieren sie ihr Haus im Rheinberger Ortsteil Orsoyerberg für die schaurigste Nacht des Jahres um. Angst müssen die Nachbarn nicht haben, gruseln dürfen sie sich schon.

Donnerstag ist Halloween. Und dann werden die Jochums ihren Gästen und der Nachbarschaft - frei nach dem Märchen der Gebrüder Grimm - wieder das Fürchten lehren. Eigens für diese Nacht entsteht vor dem Haus eine schaurige Dunkelkammer, in der der Horror regiert. Da erfüllt der „Metzger“ besondere Fleischesgelüste seiner Kundschaft, aufgespießte Köpfe scheinen sich bester Gesundheit zu erfreuen und die Untoten befreien sich aus ihren Gräbern. Nebelmaschine, Beleuchtung und ein abgestimmter Best-of-Horrorgeräusche-Mix geben schwachen Nerven schließlich den Rest.

Sind die Eigentümer denn furchtbar makaber? Nein, nur ziemlich kreativ! Eigentlich hätten beide zuvor wenig mit der Horrorschiene zu tun gehabt, erzählt Alida. Doch ein Besuch der Halloween-Veranstaltung in der Warner Bros. Movie World (heute: Movie Park) gab den Ausschlag: „Es hat uns fasziniert, wie man dort so eine einzigartige Atmosphäre geschaffen hatte“, erinnert sie sich. Auch die ausgefallene Kostümierung hat es den beiden angetan. „Wir sind keine großen Karnevalfans, aber mögen ideenreiche Kostüme. Daher beschlossen wir, für unsere Freunde selbst Halloweenpartys zu organisieren.“

Was vor 15 Jahren im kleinen Rahmen begann, wurde von Jahr zu Jahr größer - und bald auch von außen sichtbar. „Die Party bleibt rein privat, aber es kommt vor, dass ’fremde’ Menschen anklingeln und fragen, ob sie sich mal draußen umsehen dürften“, erzählt Ralf. Oft wären es Eltern mit ihren Kindern, „diese sollten allerdings schon ein gewisses Alter erreicht haben, um das Ganze richtig einschätzen zu können.“ Für die größeren Kids, die immer gerne für „Süßes oder Saures“ anklingeln, ist das Horrorhaus in der Nachbarschaft natürlich ein absolutes Highlight.

Kostet das nicht alles furchtbar viel Geld? „Wir haben früher ein Budget von bis zu 200 Euro pro Jahr eingeplant. Inzwischen geben wir aber nichts mehr aus“, so Ralf. Das liegt auch daran, dass sie viel selbst machen: So zimmert Ralf aus Holzresten Särge und Galgen und Alida macht aus jedem noch so kleinen, im Ausverkauf erworbenen Skelett mit einigen Handgriffen ein Unikat. So ist zum Beispiel Sam entstanden, der kettenrauchende Untote. Auch die Gäste bringen immer reichlich Material mit, schließlich freuen sie sich jedes Jahr wieder auf die Einladung und geben sich extra viel Mühe bei der Kostümierung. Und genau das ist es, was Ralf und Alida zu kreativen Höchstleistungen antreibt: „Wir haben Spaß, wenn unsere Gäste Spaß haben.“ Und die werden auch am Donnerstag wieder wissen, was gruseln ist.

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