: Zeltlager in Corona-Zeiten

Ein Ferien-Zeltlager der ganz besonderen Art fand in diesem Jahr unter dem Banner der KJG St. Antonius Vluyn statt. Trotz der Coronakrise entschieden sich die Verantwortlichen der KJG das Lager unter besonderen Hygiene-Vorkehrungen stattfinden zu lassen.

. Im ganzen Land gab es in diesem Sommer lange Gesichter bei Kindern und Jugendlichen, die sich auf das große Abenteuer Zeltlager ohne Eltern gefreut haben. Denn fast alle Kirchengemeinden und Veranstalter entschlossen sich wegen der Corona-Pandemie und der daraus resultierenden umfassenden Auflagen, ihre Lager abzusagen. Das verdeutlichen alleine die Zahlen der Katholischen Jugendgemeinschaft (KJG) im Bistum Münster, wo nur zwei der insgesamt 35 geplanten Lager auch tatsächlich stattfanden.

Bei der KJG in Neukichen-Vluyn ging man einen anderen Weg und entschied sich, am Sommerlager, das diesmal im rheinland-pfälzischen Pantenburg stattfand, festzuhalten - nur natürlich unter anderen Vorzeichen als in den Jahren zuvor. Statt der ursprünglich eingeplanten 55 Kinder waren in diesem Jahr nur 38 dabei. Wo die Kids sich sonst in sechs Gruppen tummelten, reduzierten die Lagerorganisatoren das Ganze auf vier Kleingruppen. Das passte ganz gut, denn das Lager stand unter dem Motto „Harry Potter“. Und so konnten die vier Gruppen auch gleich den vier Häusern in der Potter-Schule Hogwarts – Gryffindor, Ravenclaw, Slytherin und Hufflepuff – zugeordnet werden. Insgesamt wurde das Lager in drei Bezugsgruppen aufgeteilt. Keine der Bezugsgruppen überstieg die auch für Rheinland-Pfalz angesetzte Obergrenze von 25 Personen. Die Bezugsgruppen liefen autark, Kontakt zwischen den Bezugsgruppen war nur in den Gemeinschaftsbereichen überhaupt möglich und auch dort nur mit Abstand oder Maske erlaubt.

Die beiden Häuser Hufflepuff und Slytherin bildeten dann gemeinsam mit ihren Gruppenleitungen die Bezugsgruppe „kleines Lager“, die beiden Häuser Gryffindor und Ravenclaw mit Ihren Gruppenleitungen die Bezugsgruppe „großes Lager“. Eine dritte Bezugsgruppe bildete die Lagerleitung gemeinsam mit dem Küchenpersonal. Größere und kleinere Wappen erinnerte die Kids immer daran, wo sie sich aufhalten dürfen und wo nicht. Die Wappen fanden die Kinder dabei an vielen verschiedenen Stellen auf dem Lagerplatz, denn auch auf dem Weg zur Waschstelle und an den Waschstellen wiesen entsprechende Schilder mit den Farbwappen darauf hin, in welchem Bereich man sich aufhalten durfte – soblieben die Bezugsgruppen immer schön voneinander getrennt.

Gegessen wird bei einem Zeltlager eigentlich immer in großer, gemeinsamer Runde. Das ging in diesem Jahr nicht. Und so stand das große Essenszelt zwar als Gemeinschaftszelt für jeweils eine Bezugsgruppe zur Verfügung, gegessen wurde aber von jeder Gruppe alleine in ihrem eigenen, kleineren Essenszelt.

Den Spaß an der Sache trübten die Coronaregeln übrigens überhaupt nicht. Kinder und Betreuer hatten großen Spaß in ihrem pfälzischen Hogwarts und machten das Allerbeste aus der schwierigen Situation. Ein untrügliches Zeichen, dass es den Kindern und Jugendlichen gefallen hat: Eine ganze Reihe hat sich bereits für das Lager in den kommenden Sommerferien angemeldet - dann aber trotzdem hoffentlich ohne strenge Hygienevorschriften ...