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Fröbler KC: Kegeln für den guten Zweck

Fröbler KC : Kegeln für den guten Zweck

Je schlechter gekegelt wird, umso größer die Freude bei den Jungs des Fröbler KC. Der neu gegründete Kegelclub hat nämlich ein großes Ziel: ein Sommerfest auf seiner Straße zu organisieren und eine ordentliche Summe für einen guten Zweck spenden zu können. Und die Strafgelder sind ein guter Anfang, um die Kasse voll zu bekommen.

Acht Männer, ein Kegelclub - und zahlreiche Klischees, die im Raum stehen. Doch diese Mannschaft ist anders, auch wenn ihre Geschichte vermutlich so begann, wie viele Geschichten von Männern beginnen: Es war einmal am Vatertag...

Am Vatertag 2019 kamen die acht Bauherren vom Neubaugebiet Fröbelweg das erste Mal zusammen. Die Chemie stimmt von Beginn an, Gemeinsamkeiten sind schnell ausgemacht - schließlich sind sie ja nun gemeinsam die Neuen in der Stadt. Die Runde beschließt eine Runde zu bleiben, möchte aber gleichzeitig auch Teil von Neukirchen-Vluyn werden. So entsteht die Idee, einen Kegelclub zu gründen, aus dessen Mannschaftskasse ein sozialer Zweck vor Ort unterstützt werden soll.

„Wir haben uns fürs Kegeln entschieden, weil wir es alle nicht können“, erklärt Tim, Präsident des Clubs, und Leo ergänzt: „Umso schlechter wir kegeln, desto mehr Geld bekommen wir zusammen, um uns für soziale Zwecke zu engagieren.“ Dass diese einfache Rechnung aufgeht, dafür sorgt Finanzminister Sebastian. Er verwaltet nicht nur die Monatsbeiträge, sondern treibt auch die Strafgelder ein. Zum Beispiel bei Pierre, der den ersten Pudel in der Clubgeschichte warf. Der Pudel wird nämlich ebenso finanziell sanktioniert wie das Berühren der Kette beim Wurf oder das Werfen bestimmter Kegelbilder. Die Strafen wären im Vergleich zu anderen Clubs recht hoch, verrät Markus. Und darauf ist das Team stolz. So stolz, dass immer mehr kreative Strafen hinzukommen.

Statt Mannschaftsfahrten nach Mallorca planen die Fröbler daher auch lieber fürs kommende Jahr ein Sommerfest am Fröbelweg - mit Schwenkgrill, Hüpfburg, Trödelmarkt und und und. Der Erlös soll die Summe in die Höhe treiben, die letztendlich gespendet wird. „Wir haben noch kein konkretes Spendenziel, würden aber gerne eine Einrichtung unterstützen, die etwas für Kinder tut“, so Tim.

Einen weiteren netten Nebeneffekt hat das Ganze übrigens jetzt schon: „Wir sind nicht mehr nur Nachbarn, sondern Freunde geworden“, fasst Andre zusammen. Hach, acht Freunde, ein Kegelclub und so viele gute Ideen - schön, dass ihr euch für Neukirchen-Vluyn entschieden habt!