Handwerker und Vereine präsentieren sich

Erntedankfest im Dorf Neukirchen : Feiern wie auf dem Dorf

Am Samstag, 14. September, findet von 11 bis 21 Uhr das traditionelle Erntedankfest statt – wieder am bewährten Ort rund um Grafschafter Platz, Mozartstraße und Denkmalplatz im Dorf Neukirchen.

„Dieses Fest ist anderswohin so nicht übertragbar“, sagt Thomas Stralka vom Heimat- und Verkehrsverein nicht ohne Stolz. Familiär, das sei das Fest vor allem, nicht die Vermarktung stehe im Vordergrund. „Wir feiern die Gemeinschaft“, so Stralka, „das Fest ist geprägt davon, dass sich Vereine und Kooperationspartner hier präsentieren.“ Es wird Erntedank gefeiert – das zeige sich auch daran, dass beim letzten Mal sehr viele Besucher an der ökumenischen Open-Air-Andacht auf dem Grafschafter Platz teilgenommen hätten. Das dürfte in diesem Jahr um 16 Uhr nicht anders sein.

Schon um 12 Uhr startet der Umzug der Vereine mit dem Treckerkorso. Landfrauen, Karnevalisten, Schützen und Reiter sind dabei; die Feuerwehr, der CVJM ...

„Etliche Vereine präsentieren sich mit ihren Genüssen“, verspricht Thomas Stralka, dass man sich zum Dankfest allerhand Ernte einfahren kann. Auch der Heimat- und Verkehrsverein sorgt mit einem eigenen Stand fürs leibliche Wohl, verkauft lokalgeschichtliche Bücher aus dem Archiv und bietet ein Ortsquiz an. Zu Schauen gibt’s auch was: Schmiede, Klompenmacher, Korbflechter und Drechsler zeigen ihr Können. Auch da geht’s nicht um Verkaufe, wie der Kulturbeauftragte Rüdiger Eichholtz erklärt; dank Fördergeldern vom Land sind die Kunsthandwerker von kommerziellem Druck befreit. Und während die historischen Berufe an Neukirchens Tradition erinnern, ist auch aktuelles Handwerk zu sehen: selbstgemachtes Holzspielzeug etwa und Stoffkunst von einer Textildesignerin aus Litauen (mit der man unter der Woche schon zu den Öffnungszeiten des Nähzimmers ins Gespräch kommen kann). Von 13.30 bis 16 Uhr gibt es einen Fahrradmarkt. Wer ein Rad verkaufen will, kann es einfach beim ADFC abgeben – und holt es bei Nichtverkauf wieder ab.

Um 17 Uhr startet das Bühnenprogramm auf dem Grafschafter Platz (am Vorabend gibt’s auch schon welches: „Village Rock“, siehe unten). Kindergärten, Karnevalisten, Turner, eine Tanzschule und eine Spaßkapelle aus Holland sind dabei.

„Viel familiärer als anderswo, nicht so überlaufen; die Leute nehmen sich Zeit“, diese Rückmeldungen bekommen die Organisatoren; deshalb kommen die Kunsthandwerker gerne wieder.

„Da kann man schon mal den ganzen Tag verbringen“, verspricht Wirtschaftsförderin Ulrike Reichelt – nur parken sollte man woanders: „Den einen oder anderen auf der Mozartstraße müssen wir morgens noch rausklingeln ...“

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