1. Niederrhein
  2. Neukirchen-Vluyn

Quartiersentwicklung Dorf Neukirchen: Es sind noch Fördergelder da

Quartiersentwicklung Dorf Neukirchen : Es sind noch Fördergelder da

Neue Gesichter beim Quartiersmanagement Neukirchen: Ilka Mainka kümmert sich um die inklusive Quartiersentwicklung, Simon Flick ist für die baufachliche Beratung zuständig und möchte noch einige Fördergelder aus dem Hof- und Fassadenprogramm ins und unters Dorf Neukirchen bringen.

Seit April ist Ilka Mainka als Quartiersmanagerin für die soziale Komponente der Entwicklung des Dorf Neukirchen zuständig. „Meine Aufgabe ist es, Aktive aus dem Dorf zu unterstützen und zu vernetzen, aber auch Menschen zu motivieren, sich im Stadtteil einzubringen“, so die Diplom Sozialwirtin. Im Dorf habe sie bereits gute Strukturen vorgefunden und könne an Bestehendem anknüpfen. So sollen nach den Sommerferien die Taschengeldbörse, die Wohn- und Seniorenberatung (jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat) und die Smartphone- und Tabletsprechstunde (jeden 4. Donnerstag im Monat) reaktiviert werden. Neu hinzu kommen die Montagsspaziergänge. Eine Stunde geht’s durchs Quartier - wo lang es geht und worüber gesprochen wird, entscheidet die Gruppe. Cornelia Hüsch, die von Anfang an das Integrative Handlungskonzept für das Dorf Neukirchen begleitet, weiß, dass bei solchen Aktivitäten der Blick häufig auf Barrieren fällt: „Die Tipps aus den Alltagswegen der Menschen sind für die Stadtverwaltung sehr wertvoll.“

Auch was Veranstaltungen angeht, mischt Ilka Mainka mit und hat das Open-Air-Kino und die Lesungen im Missionshof gemeinsam mit der Stadtbücherei ins Leben gerufen. Apropos Stadtbücherei: Corona bedingt hat’s bisher noch nicht geklappt, aber bald soll dort das Projektzimmer integriert werden.

Für die baufachliche Beratung im Quartier ist nun neben Kathrin Zimmer auch Simon Flick von der Höcker Project Managers GmbH zuständig. Und der möchte gerne noch ein bisschen Geld unter die Leute bringen: Mit Hilfe von Städtebaufördermitteln unterstützt das Hof- und Fassadenprogramm seit 2017 private Investitionen in Gebäudehüllen und Hofflächen im Quartier Dorf Neukirchen. Dazu gehören Fassaden- und Dachsanierungen, aber auch die Begrünung oder Entsiegelung von Flächen oder Maßnahmen zur Herstellung von Barrierefreiheit. „Zwischen 1.000 und 15.000 Euro können Privatleute für ihre Vorhaben erhalten. Der Zuschuss liegt bei maximal 50 Prozent der Gesamtkosten“, erklärt Flick. Einfach loslegen und dann Geld bekommen, funktioniert natürlich nicht. Die Maßnahme müsse vorher angemeldet werden, über den Förderantrag entscheide die Stadt. Das gehe schnell, nach Eingang aller erforderlichen Papiere erhalte man in der Regel nach 14 Tagen den entsprechenden Bescheid.

Im Rahmen des Hof- und Fassadenprogramms wurden bisher 14 Maßnahmen bewilligt, neun weitere sind noch in Bearbeitung. Im Vergleich zu anderen Städten würden die Neukirchener wenig Anträge stellen. Ein Grund sei die fehlende Gastronomie-Szene, aus der in anderen Quartieren die meisten Anträge kämen. „Außerdem muss man die anderen 50 % erstmal haben“, so Flick. Auf jeden Fall sei der Fördertopf, der mit 180.000 Euro startete, noch gut gefüllt: „Bis Ende 2021 können rund 100.000 Euro vergeben werden.“

Zusätzlich stehen noch 39.000 Euro aus dem sogenannten Verfügungsfond zur Verfügung, der Ende des Jahres verfällt. Hieraus werden kleinere Maßnahmen mit bis zu 50 % bezuschusst, „die den öffentlichen Raum verschönern“. Ein Beispiel sind die im Mai angeschafften Pflanzkübel für die Hochstraße.

Simon Flick berät zu beiden Fördermöglichkeiten und hilft bei der Antragstellung.