Sabrina Daubenspeck: „Der Bindestrich soll überflüssig werden“: Die Neue für Neukirchen-Vluyn

Sabrina Daubenspeck: „Der Bindestrich soll überflüssig werden“ : Die Neue für Neukirchen-Vluyn

Sabrina Daubenspeck ist die neue Pressesprecherin der Stadt Neukirchen-Vluyn. Zu ihrem Aufgabenbereich gehören neben der Öffentlichkeitsarbeit auch das Stadtmarketing. Die ersten Themen, die sie angehen will: Landesgartenschau, Digitalisierung und Tourismus.

Zahlreiche Bewerbungen haben die Stadtverwaltung erreicht, als Mitte des Jahres ein Nachfolger für Frank Grusen gesucht wurde, der als Kommunikationsmanager zur ENNI wechselte. Sechs schafften es schließlich in die engere Auswahl, Sabrina Daubenspeck hat sich durchgesetzt.

Die 34-Jährige wurde in Moers geboren, ging in Straelen zur Schule und studierte Medienwissenschaften in Bielefeld. Da sie neben dem Studium auch praktische Erfahrungen sammeln wollte, arbeitete sie nebenbei beim dortigen Stadtmarketing und war für die Öffentlichkeitsarbeit der Ev. Kirche tätig. Nach ihrem Abschluss zog es sie nach Niedersachsen, wo sie für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Universität in Vechta verantwortlich war. Es sei eine gute Zeit gewesen, aber irgendwann wäre der Wunsch da gewesen, wieder zurück an den Niederrhein zu kehren – und die frei gewordene Stelle im Neukirchen-Vluyner Rathaus war da eine Riesenchance: „Das Stadtmarketing ist nochmals breiter aufgestellt, als meine Tätigkeit in Vechta. Die Möglichkeit, gemeinsam mit vielen verschiedenen Akteuren Lebensraum zu gestalten und die Stadt lebenswerter zu machen – das hat den Ausschlag für meine Bewerbung gegeben.“ Bürgermeister Harald Lenßen ist mit der Wahl sichtlich zufrieden: „Frau Daubenspeck ist selbstbewusst, fachlich versiert und hat mit ihren Konzepten überzeugt.“ Außerdem bringe die 34-Jährige dank ihrer Vita eine gute Mischung mit: „Sie hat den Blick von außen, aber Neukirchen-Vluyn und der Niederrhein sind ihr auch nicht fremd“, hofft Ulrike Reichelt, Amt für Wirtschaftsförderung, auf neue Impulse.

Die neue Pressesprecherin hat für sich bereits drei wichtige Punkte festgemacht: Herausarbeiten, was die Marke Neukirchen-Vluyn sei, Identifikation stärken („Ich lebe gerne hier“) und andere davon überzeugen, nicht nur durch- sondern auch hinzufahren. Und Daubenspeck wird direkt konkret : „Ich möchte die Sichtbarkeit der Fairtrade-Stadt erhöhen, die Maßnahmen zum Klimaschutz sichtbarer werden lassen und die Chancen der Vernetzung nutzen. Der Slogan ’zwischen Niederrhein und Ruhrgebiet“ muss gelebt werden. Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, Tagestouren, auch überregional, zu erarbeiten.“

Das Thema Tourismus ist ihr wichtig. Ein konkretes Projekt, was bereits mitten in der Planung steckt und eng damit verwoben ist, ist die Landesgartenschau. Die Stadt Neukirchen-Vluyn wird dort mit einem Pavillon vertreten sein, der gut bespielt werden muss – auch hinsichtlich der Fragestellung: „Wie bekommen wir die Gäste der Laga in unsere Stadt?“ „Damit werde ich mich sehr intensiv auseinandersetzen“, verspricht Daubenspeck.

Auch „Digitalisierung“ steht ganz oben auf der Agenda der Neuen im Rathaus. Ein Arbeitskreis zum Thema wird im Oktober gegründet. Die Homepage und die Social Media Kanäle werden ebenfalls im Fokus stehen.

Positiv aufgefallen sei ihr die Entwicklung, die Neukirchen-Vluyn in den letzten Jahren gemacht habe und nennt als erstes Niederberg. Aber auch, die Vielzahl kleiner Gruppen, die aktiv sind, um die Aufenthaltsqualität zu stärken, hätten sie schon bei ihrer Recherche im Vorfeld der Bewerbung beeindruckt. Klar ist ihr auch, dass eine große Herausforderung der Bindestrich mit sich bringt. Ihr langfristiges Ziel: „Neukirchen-Vluyn soll sich als eine Stadt verstehen.“

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