Radsport-Spektakel in der Grafenstadt: Zielsprint vorm Bildungszentrum

Radsport-Spektakel in der Grafenstadt : Zielsprint vorm Bildungszentrum

Das erste große Radrennen seit langem in Moers steht bevor: Am 24. August startet auf der Wilhelm-Schroeder-Straße die "Lange Nacht von Moers", Motto: "Sport — Show — Pedale".

Michael Zurhausen kann sich noch genau erinnern: "Es muss mal ein Profi-Radrennen in Moers gegeben haben, da bin ich nämlich selbst mitgefahren." Das sei allerdings schon 30, 35 Jahre her. Jetzt organisiert der Vorsitzende des Radsportclubs Olympia Buer Rennen im ganzen Ruhrgebiet, sieben Stück dieses Jahr. Nach dem Start am 7. April in Duisburg-Walsum, Oberhausen, Gelsenkirchen, Lembeck, Recklinghausen und Bochum wird Moers am 24. August das große Finale der Gesamtwertung. Was wiederum schöne Werbung für Moers ist, denn der Termin wird bei jedem der vorherigen Rennen groß angekündigt.

Gegen den Uhrzeigersinn geht's rund; Start und Ziel sind am Hanns-Dieter-Hüsch-Bildungszentrum. Foto: RC Olympia Buer

Überregionale, aber auch lokale Radsportfans soll das Rennen an die Strecke bringen. Alle ab 16 können deshalb um 17 Uhr beim Gästerennen um die offene Stadtmeisterschaft Moers dabei sein. Sparkassenchef Giovanni Malaponti wird mitfahren und der sowieso stets radelnde Bürgermeister Christoph Fleischhauer auch — eine schöne Gelegenheit für Moerser Vereine, sich zu präsentieren. Weiter geht's mit Kindern von sechs bis zwölf Jahren, die drei Runden auf dem Rundkurs fahren, gefolgt vom Höhepunkt der Niedlichkeit, wenn sich Kinder von zwei bis vier Jahren mit Lauflernrädchen ein Rennen über 300 Meter auf der Zielgeraden liefern.

Die liegt auf der Wilhelm-Schroeder-Straße, der Rundkurs geht dann weiter linksrum in den Ostring, weiter in die Weygoldstraße, wo am Ende mit dem Knick Landwehr-/Bankstraße eine veritable Schikane wartet, dann geht's über die Feldstraße zurück zu Start und Ziel vorm Hanns-Dieter-Hüsch-Bildungszentrum (Vhs/Bibliothek). Wie schnell man hier durch die Tempo-30-Straßen rasen kann, das zeigen um 19 Uhr die Elite-Fahrer beim Rennen um den großen Preis der Sparkasse am Niederrhein; 70 Runden, 77 Kilometer mit Sprintabnahme jede zehnte Runde und dem Leyderspreis für den Fahrer, der am häufigsten in Führung gelegen hat. Die 50 bis 60 Profis werden hauptsächlich unter den Bahnradfahrern rekrutiert, die zurzeit noch überall auf der Welt Sechstagerennen abreißen. Lukas Liß, Weltmeister 2015, wird dabei sein und hoffentlich auch Theo Reinhardt, amtierender Weltmeister im Zweier-Mannschaftsfahren und bei den Ruhrpott-Radrennen ein gefürchteter Abräumer in allen Wertungen, wie Michael Zurhausen berichtet: "So einen wie den haben wir noch nicht gehabt!"

"Es war relativ schnell klar, das wir mitmachen", erklärte Malaponti, der sich auf einen Veranstaltungstag "mit viel Zipp und Zapp" freut. Bürgermeister Fleischhauer wiederum ist erstaunt, "was wir alles genehmigen können", und freut sich auf zwei tolle Wochenenden in Moers, "erst Radfahren, dann Kirmes".

(Niederrhein Verlag GmbH)
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