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Green GuerrillArt, Music Lab, Moers ist bunt, Moerser Signal: Vier Projekte, die ihreFördergelder verdienen

Green GuerrillArt, Music Lab, Moers ist bunt, Moerser Signal : Vier Projekte, die ihreFördergelder verdienen

Das Bollwerk kann sich über Fördergelder vom Land NRW und der Stadt Moers freuen. Vier spannende Projekte werden in 2020 bezuschusst. Insgesamt stehen für „Green GuerrillArt“, „Music Lab“, „Moers ist Bunt“ und „Moerser Signal - gekonnt Handeln: Widersprechen! Aber wie?“ 41.840 Euro zur Verfügung.

Das Bollwerk leistet wertvolle kulturpädagogische Arbeit. Das sehen auch das Land NRW und die Stadt Moers so. Vier Projektideen wurden eingereicht, alle vier wurden bewilligt, alle Teilnahmen sind kostenlos! Wir gehen’s mal durch.

1. Für Green GuerrillArt gibt’s 25.000 Euro durch Soziokultur NRW, dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW. Dieses Projekt besteht aus sieben verschiedenen Bausteinen, die das Thema nachhaltige, urbane Kunst aufgreifen. Zielpublikum: junge Menschen von ca. 14 bis ca. 27. Los geht’s am Freitag, 13. März, 19 Uhr, mit einem Lichtgraffiti Stadtspaziergang. Gemeinsam mit Projektleiterin Annika Demmer werden vom Bollwerk aus spannende Ecken angesteuert, an denen mit Licht gemalt werden kann: Taschenlampen, das Smartphone oder sonstigen Lichtquellen dienen als Stifte, die Langzeitbelichtung der Kamera hält das Kunstwerk fest. Jeder kann mitmachen und auch ohne Anmeldung zur Gruppe dazustoßen.

Auch für den zweiten Baustein steht bereits ein Termin fest: Am 18. und 19. April findet ein Graffiti Workshop mit dem Künstler Javier Landa-Blanco statt. 12 Plätze sind frei. Eine Anmeldung ist per E-Mail an annika.demmer@
bollwerk107.de erforderlich. Dies gilt auch für die weiteren Workshops, die im Rahmen des Projektes stattfinden, jedoch noch nicht terminiert sind. Wann genau

- Seedbombs (sich ohne Rückstände zersetzende Säckchen gefüllt mit Blumensamen) produziert werden

- mittels Reverse Graffiti Bilder aus der Säuberung verdreckter Fassaden entstehen

- gemeinsam beim Urban Sketching auf öffentlichen Plätzen gezeichnet wird

- illustrativ und gelettert die Fähigkeiten von Pflanzen informativ aufbereitet werden

- und beim LandArt Steine und Stöcke gesammelt, künstlerisch aufbereitet und sie ohne Müll zu produzieren am Fundort zurückgelegt werden

steht noch nicht fest. Hierüber wird das Bollwerk auf allen seinen Plattformen rechtzeitig informieren. Also Homepage, Facebookauftritt und Co. im Blick behalten.

2. 7.000 Euro macht das Land NRW fürs Music Lab locker. Dieses Projekt will junge Musiker vernetzen sowie Orientierung und Professionalisierung bieten, schließlich fängt eine erfolgreiche Bandgeschichte schon bei Dingen wie ’nem knackig formulierten Bandtext an. Der Schwerpunkt soll auf der technischen Unterstützung bzw. der digitalen Musik liegen. Die Auftaktveranstaltung findet am 19. Mai, ab 14 Uhr, statt. Vorstellen könne man sich dies wie eine große öffentliche Probe, erklärt Projektleiter und Kulturreferent Jons Heiner. Es stehe das musikalische Equipment des Bollwerks zur Verfügung, es können aber auch eigene Instrumente und Tapes mitgebracht werden. Weitere Termine sind geplant, die inhaltliche Gestaltung richtet sich nach den Bedürfnissen der Teilnehmer. Anmeldungen gehen per E-Mail an jons.heiner@bollwerk107. de.

3. Für die Durchführung des Aktionstages „Moers ist Bunt 2020“ am 3. Oktober lässt das Land 8.000 Euro springen - so kann die Veranstaltung, die bereits zum dritten Mal stattfinden wird, noch größer gefahren werden. Geplant ist ein Konzertabend, Wortbeiträge, Stände, Workshops, aber auch niederschwellige Angebote wie Foto- oder Sportaktionen zum spontanen Mitmachen. Gerne dürften auch an anderen Orten passende Events stattfinden, an dem Tag, vor dem Tag, nach dem Tag, in der Woche... Wer sich einbringen möchte, schreibt Kulturreferentin Christina Bergs eine E-Mail:
christina.bergs@
bollwerk107.de. „Wir wollen Leute zusammenbringen, die sich für Demokratie einsetzen und sich gegen Rechts stellen“, sagt Wenke Seidel. Die Bollwerk-Geschäftsführerin hofft, dass sich mit dem Wissen „Wir sind mehr!“ auch die stille Mitte aktivieren lässt: „Denn es ist nicht okay, wenn derjenige neben mir beim Bäcker eine diskriminierende Äußerung tätigt.“ Das stimmt und führt uns auch direkt zu

4. und dem vierteiligen Argumentationstraining „Moerser Signal - gekonnt Handeln: Widersprechen! Aber wie?“, das die Stadt Moers mit 1.840 Euro unterstützt. „Es geht um Rassismus in der Sprachkultur, in der Musik, um einen respektvollen Umgang miteinander“, fasst Jons Heiner zusammen. Termine für den Workshop werden noch bekannt gegeben, respektvoller Umgang miteinander ist täglich angesagt.