: Vielfalt im Zeichen des Pinguins

: Vielfalt im Zeichen des Pinguins

Unter dem Slogan „Materialschlacht“ geht die mittlerweile 28. Ausgabe der „Penguin’s Days“ vom 17. bis zum 30. März in Moers über die Bühne.

. Vielfalt und ein respektvolles Miteinander haben sich die „Penguin’s Days“ seit jeher auf die Fahnen geschrieben. Damals wurde das Kinder- und Jugendtheaterfestival nach den von Rechtsradikalen im Jahr 1993 verübten Brandanschlägen von Solingen zum Leben erweckt. Heute, 27 Jahre nach dem rassistischen Übergriff, hat sich an Ausrichtung und Intention, und leider auch an der Aktualität, nicht viel geändert. „Der Blick auf unsere Geschichte bleibt, das Festival war immer schon ein Zeichen für Diversität und respektvollen Umgang miteinander und hat seine Aktualität behalten. Denn auch heute fragen sich viele unserer Zuschauer, wie man sich angesichts des Rechtsrucks der Gesellschaft verhalten soll“, formuliert Ulrich Greb, Intendant des veranstalteten Schlosstheater Moers.

Im 28. Jahr des Theaterfestivals für junge Menschen dreht sich vom 17. bis zum 30. März bei insgesamt 27 Vorstellungen alles um eine künstlerische „Materialschlacht“. Das vorhandene Material ist dabei vielfältig, mal ist es biografischer Art, mal ist es der eigene Körper, mal sind es zum Leben erweckte Puppen. Und in einem Fall ist es sogar der Erdball persönlich, der als Material herhalten muss. Gespielt wird im Studio und der Kapelle des Schlosstheaters sowie in Räumen der Eichendorffschule, dem Adolfinum, der Anne-Frank- und der Geschwister-Scholl-Gesamstschule. Im vergangenen Jahr zählten die „Penguin’s Days“ 2500, zumeist junge, Zuschauer. Auch in diesem Jahr wollen die Organisatoren um das Festivalleitungs-Trio Robert Hüttinger, Kathrin Leneke und Jasmin Wrobel „wieder bis zu 3000 Zuschauer“ erreichen, so Robert Hüttinger, der nochmals betont, „dass natürlich auch Erwachsene stets herzlich eingeladen sind.“

Los geht’s am 17. März mit „Schwarzweiß“, einem Stück über Freundschaft, das für Zuschauer ab zehn Jahren konzipiert ist und im Schloss, Kastell 9, aufgeführt wird. Das gesamte Programm gibt es auf www.schlosstehater-moers.de zur Einsicht. Am Ende des Festivals (30. März, 17 Uhr) wird wie immer der „Goldene Pinguin“ für die beste Inszenierung im Schlosstheater verliehen. Das übernimmt auch in diesem wieder eine fünf- bis siebenköpfige Jugendjury, deren Mitglieder 14 bis 18 Jahre alt sind. „Ein, zwei Jurymitglieder werden noch gesucht“, verrät Robert Hüttinger, „dabei spielt es keine Rolle, wie viel Theatererfahrung man mitbringt.“ Interessenten können sich per Mail
(robert.huettinger@schlosstheater-moers,de) bewerben.

Vom ersten Tag an hat die Sparkasse am Niederrhein das Format als Hauptsponsor unterstützt. Und geht es nach Sparkassen-Vorstandschef Giovanni Malaponti, bleibt das auch erstmal so. „Eine 29. Ausgabe wird es mindestens geben. Das Festival ist so gut, das muss weiter gefördert werden.“