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: Kleines Festival, große Wirkung

: Kleines Festival, große Wirkung

Vom 7. bis zum 30. März 2020 steigt die mittlerweile siebte Auflage des Krimifestival Moers. Den Anfang macht der schwedische Bestseller-Autor Arne Dahl, der den Besuchern in der Kundenhalle der Sparkasse am Niederrhein exklusiv sein neues Werk „Vier durch vier“ vorstellt.

. Das Krimifestival Moers hat sich weit über die Stadtgrenzen einen hervorragenden Ruf bei Autoren,Verlagen, Agenturen und Publikum erarbeitet. Das Festival punktet mit Charme, persönlicher, herzlicher Betreuung, kreativen Locations und begeisterungsfähigem Publikum. Das hat sich in der Literatur-Szene rumgesprochen.

Denn es ist natürlich alles andere als selbstverständlich, dass international renommierte und gefeierte Top-Autoren wie Arne Dahl in der Provinz absteigen. Und nicht nur absteigen. Arne Dahl hat sich ganz explizit Moers für seine Premierenlesung von „Vier durch vier“ in Deutschland am 7. März ausgesucht. „Wir haben mittlerweile ganz enge Kontakte zu Verlagen und Autoren. Die werden bei uns richtig gut behandelt. Das spricht sich in der Szene rum. Und die überschaubare Größe der Locations und der enge Kontakt zum Publikum gefällt auch vielen“, hat Ursula Friebel von der Stadtbibliothek Moers, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Almut Pleines das Orga-Team des Festivals bildet, beobachtet.

Ein weiteres gutes Beispiel ist der in seinem Heimatland Dänemark gefeierte und mehrfach ausgezeichnete Krimi-Autor Jens Henrik Jensen: Er liest in diesem Jahr nur in Leipzig auf der Buchmesse und eben am 15. März in Moers – ein wahrer Ritterschlag für das kleine Festival in der Grafenstadt. Das sieht auch Giovanni Malaponti, Vorstandsvorsitzender des Hauptsponsors Sparkasse am Niederrhein, so: „Das Festival hat ganz klein angefangen und sich zu einer echten Top-Veranstaltung entwickelt. Wir sind auf jeden Fall stolz, schon so lange dabei zu sein.“

Stolz sind Ursula Friebel und Almut Pleines auch beim Blick auf die Besucherzahlen. Im vergangenen Jahr kamen 1.650 Besucher zu den Lesungen. Damit waren alle Veranstaltungen des Festivals ausverkauft. Und so wurden die Kapazitäten fürs kommende Jahr etwas aufgestockt. „Wenn wir alle Karten verkaufen, finden etwa 2300 Zuschauer bei uns Platz“, hofft Ursula Friebel auf einen erneuten Ansturm auf die Tickets.

Was erwartet die Zuschauer neben Dahl und Jensen noch? Roland Jankowsky, den Fernseh-Zuschauern seit 20 Jahren als Kommissar Overbeck bekannt, gibt am 9. März in der Bibliothek kriminelle Short-Stories zum Besten. „Er ist ein sehr guter Vorleser. Dazu ist das Ganze auf Humor ausgelegt; langweilig wird’s also auf keinen Fall“, rührt Dr. Bozena Badura von der Moerser Gesellschaft zur Förderung des literarischen Lebens die Werbetrommel.

Musikalisch wird’s bei der Lesung von Natasha Korsakova. Die Violistin und Romanautorin lässt sich bei ihrer Lesung von „Römisches Finale“ im schönen und äußerst passenden Martinsstift von Pianistin Kira Ratner begleiten. Spannend auch: Am 14. März gibt es rund um das Moerser Tierheim einen Krimispaziergang für Zwei- und Vierbeiner. „Da wird es viele Aufgaben und Rätsel zu lösen geben - auch für die Vierbeiner“, verrät Almut Pleines, die sich freut, dass mit dem Atlantik Kinocenter, dem Martinsstift und Bührmann Weine im kommenden Jahr „neue Partner und damit spannende, passende Locations“ dabei sind. Alle Autoren und Termine gibt’s hier: www.krimifestival-moers.de