: Hinweistafeln mit „Spielregeln“

: Hinweistafeln mit „Spielregeln“

„Wir wollen das Grillen im Freizeitpark nicht verbieten, sondern das Chaos ordnen.“ Stefan Oppermann und sein Team vom Fachdienst Grünflächen und Umwelt haben deshalb zur Umsetzung der Parksatzung keine Verbotsschilder, sondern „Spielregeln“ entwickelt.

Die Satzung war im Herbst 2018 auf Initiative von Bürgermeister Christoph Fleischhauer dem Rat zur Entscheidung vorgelegt worden. Das Grillen ist im Freizeitpark zwischen Mai und September zwar erlaubt, aber nur auf zwei gekennzeichneten Wiesen: hinter dem Parkplatz an der Krefelder Straße und zwischen Bettenkamper Meer und Dirtbahn. Pöller grenzen die Bereiche von den anderen Flächen ab.

„So macht Grillen Spaß“ lautet die Überschrift auf den Hinweistafeln. Sie werden bis Ende April an den Zugängen angebracht. Anhand der Texte und Piktogramme erkennt man schnell, wo und wie man seine mitgebrachten Speisen brutzeln darf. „Halten Sie genügend Abstand zu Boden, Sträuchern und Bäumen und verwenden Sie keine Einweggrills“, heißt es dort. „Entsorgen Sie Ihren Müll und die abgelöschte Asche. Verlassen Sie Ihren Grillplatz bitte sauber.“ Die Stadt bittet außerdem um rücksichtsvolles Verhalten gegenüber den anderen Besuchern. „Wir gehen damit einen anderen Weg, agieren nicht mit Verboten, sondern wollen die Menschen ermuntern, sich richtig zu verhalten“, erläutert Fachdienstleiter Stefan Oppermann. Die Stadt Moers orientiert sich damit an erfolgreichen Konzepten anderer Städte. Mönchengladbach hat mit diesem Vorgehen beispielsweise gute Erfahrungen gemacht.

Damit die Spielregeln eingehalten werden, wird es jedoch einen „Schiedsrichter“ geben. Der Außendienst des Ordnungsamtes ist an den nächsten warmen Abenden bzw. Wochenenden im Einsatz. Kontrolliert wird auch das wilde Parken am Rande des Freizeitparks. ENNI Stadt Service unterstützt die Initiative der Stadtverwaltung mit speziellen Entsorgungsmöglichkeiten für Grillabfälle. Das Angebot hatte ENNI im Rahmen der Initiative „Sauberes Moers“ zusammen mit dem Fachdienst Grünflächen entwickelt. „Die Tonnen haben sich bewährt und werden von zahlreichen Grillfreunden sehr gut angenommen“, schildert ENNI-Abfallexpertin Claudia Jaeckel ihre Erfahrung aus dem Vorjahr.