: Ein weiteres akrobatisches Jahr

: Ein weiteres akrobatisches Jahr

Wie man mit dem eigenen Körper anspruchsvolle Bewegungsfiguren ausführt, lernen die Jungen und Mädchen des „Seestern“, der Grafschafter Diakonie, dem Diakonischen Werk im Kirchenkreis Moers, zusammen mit dem in Moers und Umgebung bekannten Akrobatik-Künstler „Famous“ seit zwei Jahren.

Bei der Feier des zehnjährigen Jubiläums des Vereins Klartext für Kinder begeisterten sie im Herbst letzten Jahr nicht nur die Besucherinnen und Besucher mit einer Aufführung des Gelernten. Der gemeinnützige Verein und die Freddy Fischer Stiftung, die soziale Projekte für Kinder unterstützen, waren von dem Auftritt der Nachwuchs-Akrobaten so angetan, dass sie sich entschlossen, die Arbeit des Künstlers mit den Seestern-Kindern finanziell zu fördern. Im Jahr 2019 stehen dem Seestern daher dafür 4.000 Euro aus den Mitteln der beiden Institutionen zur Verfügung.

Bei den wöchentlichen Treffen in der früheren Sparkassenfiliale am Dresdener Ring 63–65 geht es nicht nur um spektakuläre Kunststücke. Die Übungen, die Kinder und Künstler zusammen trainieren, fördern die Koordination und die Konzentration. Rhythmusgefühl und Reaktionsschnelligkeit sind außerdem gefragt, wenn zum Trommel-Rhythmus auf Kommando des Künstlers bestimmte Figuren blitzartig auszuführen sind. Die Absicht hinter dem bewegungspädagogischen Angebot beschreibt Seestern-Teamleiterin Lara Kalina: „Die motorischen Fähigkeiten werden gefördert und die Kinder können ein positives Körpergefühl spüren. Spielerisch trainieren sie ihre Reaktionsschnelligkeit, die Muskelfunktion und bekommen mehr Selbstbewusstsein.“

Michael Passon, Geschäftsführer des Vereins Klartext für Kinder erklärt, warum dem Verein der Workshop im Seestern am Herzen liegt: “Wir sind davon überzeugt, dass die Förderung individueller Fähigkeiten Persönlichkeiten formt. Darum organisieren wir selbst Sport-Camps, arbeiten an weiteren Angeboten im Tanz- und Kreativbereich. Das, was Famous hier anbietet, müssen wir nicht selbst erfinden, das könnten wir auch gar nicht. Darum sorgen unsere Spender mit ihrem Geld dafür, dass es stattfinden kann.“ Das sieht Stiftungsgründer Freddy Fischer ganz ähnlich: „Wir fördern und begleiten Kinder und Jugendliche in der wichtigsten Phase ihrer Entwicklung in unterschiedlichsten Projekten. Gern und immer öfter auch in Moers. Dieses hier ist sehr wertvoll, außergewöhnlich und sympathisch.“ Ihre anerkennenden Worte verbanden die Vertreter der beiden Institutionen mit einer für die Seesternkinder sehr erfreulichen Zusage. „Wir können schon jetzt zusagen, dass wir dieses Projekt auch im kommenden Jahr finanziell fördern werden.“

Der Workshop steht allen Seestern-Kindern offen. Zurzeit nehmen regelmäßig etwa 15 Kinder teil. Es können aber auch jederzeit Mädchen und Jungen neu einsteigen. Die offene Einrichtung für Kinder der Grafschafter Diakonie ist an ihrem Standort im unmittelbaren Zentrum des Stadtteils Mattheck/Josefsviertel für alle Kinder des Wohngebietes gut zu erreichen und wird von diesen gerne genutzt. Im Jahr 2018 wurden insgesamt 342 Kinder aus aller Welt betreut.

Zum Angebot des Seestern gehören Hausaufgabenbetreuung und Einzelförderung bei schulischen Problemen sowie freizeit- und medienpädagische Angebote. In Kreativ-Projekten können die Kinder zusammen mit Künstlern und anderen Fachleuten selber künstlerisch tätig werden. Die jungen Besucherinnen und Besucher sind im Alter von sechs bis 14 Jahren.

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