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: Die Sparkasse legt zu

: Die Sparkasse legt zu

„Gut, gut!“ bilanziert Giovanni Malaponti das Geschäftsjahr 2018: „Es läuft insgesamt rund.“ Die Sparkasse am Niederrhein verzeichnet ein starkes Kreditwachstum und mehr Kunden.

Die Bilanzsumme der Sparkasse am Niederrhein stieg im vergangenen Geschäftsjahr um 123 Millionen auf rund 3,3 Millarden Euro. Mit 3,1 Millionen Euro liegt der Überschuss trotzdem etwas niedriger als im Vorjahr (3,4 Mio.) – „ob der Zinsentwicklung“, wie Malaponti erklärt.

„Wir haben richtig Gas gegeben“, sagt der fürs Kreditgeschäft zuständige Vorstand Bernd Zibell. Mit einem Plus von 4,62 Prozent und bewilligten neuen Kredite im Gesamtwert von 412,6 Millionen Euro stieg das Kreditvolumen auf 2,4 Milliarden Euro. Etwa die Hälfte davon entfällt auf die rund 12.000 Firmen- und Gewerbekunden. Die vier Makler der Sparkasse sorgten dafür, dass 133 Wohnungen oder Häuser die Besitzer wechselten; 170 Millionen Euro, 30 Millionen mehr als im Vorjahr, gingen an Baufinanzierung im Kreis Wesel raus.

Trotz niedrigster Zinsen: „Es gibt schon noch Möglichkeiten, sein Geld vernünftig anzulegen“, sagt Giovanni Malaponti: „Das bedarf natürlich gründlicher Beratung.“ So wuchsen die Kundeneinlagen um 98,4 Millionen auf 2,6 Milliarden Euro. Und die Sparkassen-Kunden kauften 2018 Fonds und Wertpapiere für insgesamt rund 95 Millionen Euro. A propos Beratung: 1.000 Kunden netto hat die Sparkasse hinzugewonnen, für Malaponti ein klares Votum für persönlichen Service.

Ganz analog sind die 20.000 Safes in den Geschäftsstellen, doch neu hinzu kommt der elektronische Safe, etwa für Passwörter oder Ausweisdokumente. Überhaupt wird digital weiter aufgerüstet; die letzten 20.000 der insgesamt 140.000 Karten für bargeldloses Zahlen gehen in den nächsten Wochen raus; Bezahlen mit dem Handy, Videoberatung, Online-Terminvereinbarung – „das sind tolle Sachen, die werden wir weiterentwickeln“, so Malaponti. Weshalb das gute alte Sparbuch trotzdem nicht ausgedient hat, und zwar quer durch alle Generationen.

Rund 800 Vereine im Gebiet konnten sich über insgesamt 1,2 Millionen Euro Spenden der Sparkasse freuen. Es ist die gleiche Summe wie im Vorjahr, „und die können wir auch für 2019 versprechen“, so Vorstand Frank-Rainer Laake.

Auch wenn die Niedrigzinsen die Häuslebauer freuen – „das hätten wir uns vor zehn Jahren nicht träumen lassen“, so Zibell, für Sparer bedeutet das: mehr sparen, denn der Zinsverlust muss ja aufgefangen werden, wenn es eben geht, so Malaponti: „Das führt jedenfalls nicht dazu, dass mehr Geld ausgegeben wird.“