: Der moersGin ist einzigartig

: Der moersGin ist einzigartig

Die Spargelsaison endet traditionell am 24. Juni mit dem Johannistag. Für Fans des edlen Stangengemüses gibt es aber ab sofort Trost: In Moers gibt es nun den weltweit ersten „Spargel-Gin“. Kreiert hat diesen Michael Wittmann, der am vergangenen Dienstag den moersGin in seinem Reisebüro Kios West an der Homberger Straße der Öffentlichkeit vorstellte.

Wenn Menschen die Lebensmitte erreichen, kommen sie manchmal auf abenteuerliche Ideen und wollen es noch mal wissen. Reisefachmann Michael Wittmann bestieg zu seinem 50. Geburtstag den Kilimandscharo. „Da hat man viel Zeit über sich und das Leben nachzudenken“, so Wittmann, der seit über zehn Jahren leidenschaftlich Gin sammelt. „Und so entstand auch der Entschluss, einen eigenen Gin zu kreieren. Mir war klar: jetzt oder nie!“ Gesagt, getan - wieder in heimischen Gefilden machte sich Wittmann daran, sein Projekt zu starten. Wie es der Zufall so will, lernte er Martin Kern kennen. Der junge Master-Destillateur räumt gerade mit seinem Label reGINerate zahlreiche Auszeichnungen ab. Mit seiner Unterstützung entstand eine Komposition aus Spargel, Estragon, Sellerie, Boskoopäpfeln, sowie weiteren erlesenen Gewürzen und natürlich Wacholderbeeren, welche dem Gin seinen unverwechselbaren Geschmack geben.

Dass es sich dabei um den weltweit ersten „Spargelgin“ handelt, macht Michael Wittmann besonders stolz: „Spargel hat in unserer Familie eine große Tradition. Schon als Kind liebte ich das Gemüse und stand als kleiner Junge mit auf dem Feld meiner Tante um Spargel zu stechen. Für mich war klar, dass Spargel in meinen Gin soll!“ Für Martin Kern war dies eine besonderer Herausforderung: „Ich hatte schon von vielen Zutaten gehört, aber Spargel als Zutat für einen Gin war für mich neu. Zumal ich selbst Spargel auf dem Teller gar nicht besonders gerne mag.“ Von dem gelungenen Ergebnis ist Kern um so mehr überrascht und überzeugt. Hergestellt wird der MoersGin - übrigens ein London Dry Gin mit 46%Vol. - in der Brennerei Moosbur in Kevelaer-Wetten. Hier wird er seit März in liebevoller Handarbeit in kleinen Chargen destilliert und abgefüllt. „Sorgfältig ausgewählte Zutaten sorgen für den einzigartigen Geschmack“, so Wittmann, der auf regionale Produkte setzt.

Bei seinem Herzensprojekt wurde er übrigens tatkräftig von seiner Familie unterstützt: Mutter Ursula (78) schälte, schnibbelte und schredderte während der Rezepterstellung kiloweise Gemüse. Sohn Marvin (22) hat das kreative Flaschenlabel entworfen, auf dem sich mit Erlaubnis der Stadt Moers auch das Wappen der Grafenstadt wiederfindet.

Erhältlich ist der moersGin ab sofort in der Tabakstube in der Altstadt und bei Genusto auf der Homberger Straße. Das Café Extrablatt nimmt den Gin mit auf die Karte. Mit weiteren Händlern und Gastronomen ist Michel Wittmann noch im Gespräch.

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