1. Niederrhein
  2. Moers

: Der Antrag wird gestellt

: Der Antrag wird gestellt

Gibt es in diesem Jahr im Zeichen der Coronakrise einen Weihnachtsmarkt auf dem Kastellplatz? Eine Frage, die aktuell noch keiner beantworten kann. Klar ist aber, dass das MoersMarketing-Team um Michael Birr gemeinsam mit den Schaustellern ihre Arbeit gemacht und ein umfassendes Hygiene- und Sicherheitskonzept auf die Beine gestellt haben. Gegen Ende der kommenden Woche soll der Antrag auf Durchführung den Behörden vorgelegt werden.

. Es sind seltsame Zeiten. Planungen, die über die kommenden zwei Tage hinaus gehen, werden angesichts des sich wieder ausbreitenden Virus oftmals ziemlich unliebsam über den Haufen geworfen. Entsprechend schwierig sind die Aufgaben für Planer von größeren Events, wie eben dem Weihnachtsmarkt in der Moerser Innenstadt, der vom 19. November bis zum 22.12 auf und um den Kastellplatz über die Bühne gehen soll.

Und auch Michael Birr gibt sich da keiner Illusion hin. „Es kann natürlich sein, dass der Markt wegen ausufernder Fallzahlen im Kreis und/oder in Moers abgebrochen werden muss - oder eben erst gar nicht genehmigt wird. Da sind wir nicht blauäugig. Wir hoffen aber natürlich, dass alles reibungslos über die Bühne geht.“

Das hofft er für die Moerser Bürger, die Gäste vom Niederrhein und aus den benachbarten Niederlanden, das hofft er aber vor allen Dingen auch für die Schausteller. „Der Branche, und das wissen wir ja alle, geht es in diesen schweren Zeiten nicht gut. Viele kämpfen ums wirtschaftliche Überleben und müssen jetzt mal wieder dringend Geld verdienen“, so Birr.

Sollte es von den kommunalen Behörden Grünes Licht für den Weihnachtsmarkt geben, werden in diesem Jahr eine ganze Reihe an Änderungen wirksam: So wird es auf dem gesamten Weihnachtsmarktgelände eine Maskenpflicht geben. Dazu kommen die üblichen Abstandsregeln und das Aufstellen von etlichen Desinfektionsspendern. Das Konzept für den Markt sieht 100 Teilnehmende in 60 Hütten vor. Neben dem weihnachtlichen Handwerk wird es auch einige Hütten mit Gastro-Angebot, wie zum Beispiel den obligatorischen Glühwein-Ständen, geben.

Allerdings gelten auch dort besondere Regeln: So müssen sich die Besucher am Eingang der Gastrohütten registrieren und bekommen dann vom Personal einen Tisch zugewiesen. „Im Prinzip ist es so, wie es aktuell auch in allen Restaurants gelebte Praxis ist“, erklärt Birr, der darauf hinweist, dass zusätzliche Security dafür Sorge tragen wird, dass „alle die strengeren Coronaregeln auch einhalten werden.“ Wer sich einen Backfisch auf die Hand holt, kann den in speziell ausgewiesenen Verweilzonen, wo keine Maskenpflicht gilt, essen.

Unumgänglich ist es aus Sicht des MoersMarketing-Chefs, in diesem Jahr auf die Showbühne zu verzichten. Eine solche Bühne, „vor der sich unter normalen Umständen am Wochenende Hunderte Menschen knubbeln“, wäre natürlich aktuell ein komplett falsches Zeichen. „Wir wollen ja eben, dass keine Enge entsteht.“ Falls es an den Wochenendtagen auf dem Gelände zu voll werden sollte, kann der Platz abgeriegelt und weiteren Besuchern der Zugang verwehrt werden.