1. Niederrhein

Bischof Overbeck kündigt lokale Flüchtlingsbeauftragte und einen Hilfsfonds an: Mit offenen Armen empfangen

Bischof Overbeck kündigt lokale Flüchtlingsbeauftragte und einen Hilfsfonds an : Mit offenen Armen empfangen

Auf den Fluren des Petershofes herrscht reges Treiben. Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck ist zu Gast, um sich vor Ort ein Bild der neuen Flüchtlingsunterkunft des Bistums Essen zu machen. Menschliche Wärme und der offene Zugang auf die fremden Menschen zeigen: "Ihr seid nicht allein!

Wir sind für euch da."


Nach einem Besuch der Räumlichkeiten ist Bischof Overbeck beeindruckt: "Hier gibt es menschenwürdige Unterkünfte. Ich freue mich, dass dies den Menschen ermöglicht werden kann." Auch den vielen ehrenamtlichen Helfern stattete er einen Besuch ab.

Overbeck betont: "Für uns Christen gibt es eine in unserem Glauben verwurzelte Verpflichtung, bedürftigen Menschen und insbesondere auch Fremden und Flüchtlingen zu helfen. Dem kommen viele Gemeinden und viele hauptberufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einrichtungen unserer Caritas mit großem Engagement in der Flüchtlingshilfe nach".
Nun gelte es, dieses Engagement zum Wohle der betroffenen zu bündeln und so zu intensivieren. "Wir müssen als Bistum Essen etwas tun und hoffen, dass die Flüchtlinge hier besser leben können! Vor allem der Ghettoisierung der Menschen müssen wir entgegen setzen."
In den Städten und Kreisen des Bistums Essen, dazu zählen insgesamt acht Städte und zwei Landkreise, sollen lokale Flüchtlingsbeauftragte benannt werden, die direkt vor Ort die kirchliche Flüchtlingsarbeit koordinieren. Sie sind auf diese Weise zentrale Ansprechpartner für die Kommunen. Das Ganze wird vernetzt durch eine neue Arbeitsgruppe, die sich unter der Leitung von Generalvikar Klaus Pfeffer auf Bistumsebene des Themas Flüchtlinge und Zuwanderung annimmt.
Auch finanzielle Unterstützung wird es geben. Das Bistum wird einen Fonds auflegen, der mit zunächst 250.000 Euro ausgestattet wird. Ein Qualifizierungsprogramm, das der Caritasverband, ausarbeiten wird: Damit soll das ehrenamtliche Engagement gefördert werden.
Das Bistum und der Caritasverband haben zudem eine 32-seitige Broschüre mit vielen Hintergrund-Informationen und Tipps für Ehrenamtliche entwickelt, die für Flüchtlinge zum Beispiel Hausaufgabenbetreuung und weitere Hilfen organisieren. Die Broschüre kann ab sofort kostenlos beim Caritasverband für das Bistum Essen, Ruf: 0201-81028-511 oder per E-mail unter christine.bueltmann@caritas-essen.de bestellt werden.
Bischof Overbeck abschließend: "Wir müssen deutlich machen, dass das der richtige Weg ist, eine neue Form des Zusammenlebens von Menschen verschiedener Kulturen und dabei vor allem Ängste abbauen."