Schullandschaft in Dinslaken: Wo entstehen die neuen Gesamtschulplätze?

Schullandschaft in Dinslaken: Wo entstehen die neuen Gesamtschulplätze?

Die Elternbefragung ist gelaufen - das Ergebnis kommt wenig überraschend daher. Nun ist die Politik in der Pflicht. CDU und Grüne haben sich bereits positioniert.

Die von der Stadtverwaltung in Auftrag gegebene Befragung der Grundschuleltern zur Zukunft der Dinslakener Schullandschaft hat wenig Überraschendes zutage befördert. Klar ist, und das haben ja auch schon die Anmeldezahlen an den weiterführenden Schulen in den vergangenen Jahren belegt: Die Eltern wollen mehr Gesamtschulplätze. Nachdem auch klar ist, dass die Sekundarschule in Dinslaken - nachdem sie trotz der guten Arbeit vor Ort schon keine faire Chance bekommen hat - jetzt auch definitiv keine Zukunft mehr hat, muss die Frage geklärt werden, wie und vor allen Dingen wo zusätzliche Gesamtschulplätze in Dinslaken zur Verfügung gestellt werden.

Eine mögliche Variante könnte eine Errichtung einer zweiten Gesamtschule am GHZ-Standort in Hiesfeld sein. Dann müsste allerdings die beliebte Hiesfelder Realschule einen Umzug zum Standort der jetzigen Sekundarschule am Volkspark in Kauf nehmen. Für die Dinslakener Grünen eine durchaus praktikable und plausible Lösung. Denn, so die Grünen, die Realschule würde vom mit rund sieben Millionen Investitionskosten aufgepäppelten Standort am Volkspark profitieren und so auch mit den anderen Schulformen mithalten können, während die Schulstandorte Innenstadt und Hiesfeld dann jeweils mindestens eine Gesamtschule und ein Gymnasium bereit halten könnten, was eine Maximalzahl an Leistungskursen garantieren würde. Eine achtzügige Ernst-Barlach-Gesamtschule mit Standorten an Goethe- und Scharnhorststraße sowie dann am Volkspark oder in Hiesfeld lehnen die Grünen wegen der zu hohen Belastung für Lehrer und Schüler ab.

Etwas anderer Meinung ist die CDU-Fraktion im Stadtrat. Die sieht sich in ihrer bereits vor der Veröffentlichung der Befragungsergebnissen formulierten Position bestätigt. Und die besagt, dass das Gustav-Heinemann-Schulzentrum in Hiesfeld mit Realschule und Gymnasium erhalten bleibt. Zum erhöhten Bedarf an Gesamtschulplätzen in Dinslaken sagt Fraktionschef Heinz Wansing: "Entweder ist die EBGS zu erweitern, oder eine zweite Gesamtschule zu gründen. Bei beiden Varianten soll die Friedrich-Althoff-Schule als zukünftiger Standort dienen. Für den Fall, dass eine zweite Gesamtschule gegründet wird, muss sichergestellt werden, dass die Verteilung der Schüler absolut fair und transparent erfolgt und beide Schulen gleichwertig anzusehen sind."

Laut des Parteivorsitzenden Rainer Hagenkötter würden alle anderen Lösungen mehr Schaden als Nutzen beinhalten. Die CDU-Lösung sei diejenige, die den geringsten Eingriff in die Schullandschaft bedeuten würde.

(Niederrhein Verlag GmbH)
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