Über 110 Jobs stehen auf kipp

Über 110 Jobs stehen auf kipp

Schon länger plant der Essener Energiekonzern RWE die Stilllegung zweier Blöcke im Kraftwerk Voerde.

Das Steinkohlekraftwerk in Voerde-Möllen produziert in vier Blöcken Strom. Die Steag ist Betriebsführer und mit einem Anteil von 75 Prozent (bei den Blöcken A und B) dabei. Die RWE vermarktet den Strom und ist mit 25 Prozent (A und B) im Unternehmen beteiligt. Im gesamten Werk sind 300 Mitarbeiter tätig. RWE hat die Steag dazu angehalten, 2 der 4 Blöcke (Blöcke A und B) zum Ende des ersten Quartals 2017 still zu legen. Unwirtschaftlichkeit und der Rückgang an Stromkunden seien Gründe die dafür sprechen.

Wie mit den 110 Mitarbeitern beider Blöcke sowie den 100 Arbeitern aus der Instandhaltung nach der Schließung umgegangen wird, muss die Steag nun intern klären. Denn die gesamte Belegschaft ist bei der Steag angestellt.

In den Blöcken 1 und 2, die 100 Prozent der Steag gehören, wird zum heutigen Standpunkt weiter produziert.

Doch so einfach kann man ein Kraftwerksblock nicht vom Netz nehmen. Gekoppelt sind die Stromerzeuger an die Bundesnetzagentur. Der Übertragungsbetreiber Amprion sorgt in unserer Region für die Auslastung der Stromnetze. Bei einem Abschalten muss also zeitgleich dafür gesorgt werden, dass die Versorgung nicht gestört wird.

Bleibt zu hoffen, dass die Steag die verbleibenden Blöcke in den nächsten Namen rentabel weiterführen kann.

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