Großbauprojekt an der alten Feuerwache: Neue Lichtburg für Dinslaken

Großbauprojekt an der alten Feuerwache: Neue Lichtburg für Dinslaken

Nach Jahren des Hin und Her ist es offiziell: Dinslaken bekommt sein neues, modernes Kino. Ein Hotel und ein Fitnesscenter gibt es auch noch obendrauf. Kostenpunkt für das Großprojekt auf dem Areal zwischen Karl- und Otto-Brenner-Straße: rund 30 Millionen Euro.

Den Plan, auf dem Gelände an der alten Feuerwache ein Großkino zu bauen, gibt es schon länger. Lange Schlangen an den Kinokassen und etliche unerfüllte Filmverleiher-Wünsche machten Familie Grießer klar, dass sich etwas ändern muss. 2013 erklärte die damalige Lichtburg-Chefin Heidrun Grießer gemeinsam mit ihrer Tochter Heike, dass sie das Projekt angehen wollen. Doch dieses Projekt entpuppte sich als reichlich sperrig. Schnell war klar, dass selbst ein ziemlich großes Kino das etwa 8000 Quadratmeter große Areal zwischen Otto-Brenner- und Karlstraße nicht füllen würde.

Die Überlegungen, das neue Technische Rathaus in Nachbarschaft zum Kino entstehen zu lassen, zerschlugen sich, als der Stadtverwaltung einer neuer Mietvertrag für das Gebäude an der Hünxer Straße vorgelegt wurde. Und auch die Suche nach einem Investor, der bereit gewesen wäre, das Kinoprojekt zu finanzieren, gestalteten sich schwierig.

Das änderte sich vor zwei Jahren als Anja und Meinolf Thies als Berater der Familie Grießer den Kontakt zu Dr. Marc Schulten und seiner Firma "FFire Immobilienverwaltung" herstellten. Denn Schulten war sehr wohl bereit, Geld für ein Erfolg versprechendes Projekt in die Hand zu nehmen. Es war klar, dass neben Kino auch noch etwas anderes dazu kommen muss. Nach einigen Diskussionen zwischen Kinobesitzer, Stadtverwaltung und Investor stand der Plan, dem Großkino ein Hotel und ein Fitnesscenter zur Seite zu stellen. "Zu Beginn hätten wir gerne noch andere Dinge etabliert, am Ende ist das aber ein richtig gutes Nutzungskonzept", verriet Marc Schulten bei der Projektvorstellung. Alle Ideen wären aber für die Katz' gewesen, hätte nicht der neue Eigentümer der MCS-Technologies eine Teilfläche von 1200 Quadratmeter, die nicht in Besitz der Stadt war, verkauft. Jahrelang war dieses Teilstück ein Bremsklotz bei allen Planungen.

Alle Projektpartner haben sich einen knackigen Zeitplan auferlegt. Nachdem der notarielle Kaufvertrag für das 8000-Quadratmeter-Gelände aufgesetzt wurde und die FFire nun das Gelände von der Stadt erworben hat, soll es laut Baudezernent Dr. Thomas Palotz so weitergehen: "Wir hoffen, dass der Bauantrag Anfang 2019 genehmigt wird, so dass 2019 gebaut und 2020 eröffnet werden kann." Aber auch Palotz ist natürlich klar, dass dies "ein sehr ambitionierter Plan" sei.

Wie auch immer: Im Eckbereich von Hans-Böckler- und Otto-Brenner Straße auf der heutigen Parkplatzfläche soll der Kinokomplex, der auch weiterhin Lichtburg-Center heißen wird, mit seinen sieben Sälen entstehen. Dem schließt sich ein Hotel der 3 Sterne Plus-Kategorie mit rund 135 Betten an. Der dritte Bauabschnitt ist für das Fitnesscenter, in dem zu erschwinglichen Preisen trainiert werden soll, plus eines Gastrobetriebes, reserviert.

(Niederrhein Verlag GmbH)
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