Stadt Voerde schloss sich landesweitem Projekt an: „KinderZukunft NRW“

Stadt Voerde schloss sich landesweitem Projekt an : „KinderZukunft NRW“

Mit der Geburt eines Kindes beginnt eine der aufregendsten Phasen im Leben junger Eltern. Sicher ist diese Phase mit viel Freude erfüllt; gleichzeitig fragen sich Eltern aber auch, ob sie wirklich alles dafür tun können, damit es ihrem Kind in jeder Hinsicht gut geht, es gesund bleibt und es glücklich und zufrieden aufwachsen kann.

Da die Anforderungen an das Elternsein mitunter nicht immer ganz einfach zu erfüllen sind, hat die Stadt Voerde bereits im Jahr 2009 die Präventionskette „Frühe Hilfen für Voerder Familien“ ins Leben gerufen.

Diese Präventionskette hat das Ziel, Familien in Voerde zu stärken und sie zu unterstützen. Sie besteht aus vier Bausteinen: Begrüßungs- und Informationsbesuche anlässlich der Geburt eines Kindes, Stärkung der Familienkompetenz, Verbesserung des Gesundheitsschutzes in Familien, Intensivierung des vorbeugenden Kinder- und Jugendschutzes.

Die bisherigen Erfahrungen innerhalb dieses Arbeitsbereiches haben gezeigt, dass Eltern häufig erst mit dem Babybegrüßungsbesuch (etwa acht Wochen nach der Entbindung) auf die Angebote der Stadt Voerde aufmerksam werden. Um die Lücke zwischen der Geburt des Kindes und dem Babybegrüßungsbesuch zu schließen, hat sich die Stadt Voerde zum 1. Januar .2015 nunmehr dem landesweiten Projekt „KinderZUKUNFT NRW“ angeschlossen. Dieses Projekt wurde im Jahr 2010 vom „Institut zur Modernisierung von Wirtschafts- und Beschäftigungsstrukturen GmbH (IMO)“ und der „Stiftung Deutsches Forum Kinderzukunft“ entwickelt und verfolgt die Zielsetzung, insbesondere Säuglinge nach der Geburt besser vor Gefahren und Risiken zu schützen.

Im Rahmen dieses Projektes werden Koordinatorinnen aus den teilnehmenden Krankenhäusern – in der Regel ausgebildete Hebammen oder Kinderkrankenschwestern – fachkundig geschult. Sie stehen Müttern unmittelbar nach der Geburt ihres Kindes für vertrauliche Gespräche zur Verfügung. Ziel dieser Gespräche ist es, gemeinsam mit den Müttern zu ermitteln, ob psychosoziale Belastungen vorliegen, die evtl. das Wohl des Kindes beeinträchtigen können und sie über mögliche Unterstützungsangebote zu informieren. Sofern es die Mütter wünschen, werden auch Kontakte zu Familienhebammen, Kinderärzten/-innen und zu den Diensten der Jugendhilfe sowie des Gesundheitswesens vermittelt.

Im Rahmen des Projektes „KinderZUKUNFT NRW“ intensivieren die Stadt Voerde sowie das „Marien-Hospital Wesel“ und die Moerser Krankenhäuser „Bethanien“ und „St. Josef“ auf der Basis eines Kooperationsvertrages ihre Zusammenarbeit zum Wohl von Kindern und Familien.

Zukünftig stehen den Voerder Eltern die Koordinatorinnen Frau Krämer (Marien-Hospital Wesel), Frau Kühnel (Krankenhaus Bethanien in Moers) und Frau Rensen- Michaelis (St. Josef Krankenhaus Moers) als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung.

Darüber hinaus werden weiterführende Angebote der „Frühen Hilfen“ über Frau Wißenberg (Kinderschutzfachkraft der Stadt Voerde) vermittelt. Erfreulicherweise hat sich das Voerder Unternehmen „Care diagnostica Laborreagenzien GmbH“ bereit erklärt, die Finanzierung des Projektes auf Spendenbasis sicherzustellen.

(Niederrhein Verlag GmbH)