Gemeinsam Deutsch sprechen

Gemeinsam Deutsch sprechen

Die Stadtbibliothek, die VHS und der Integrationsbeauftragte der Stadt Dinslaken laden zwei mal in der Woche ins Lesecafé der Stadtbibliothek.


Seit über einem Jahr treffen sich Menschen mit Migrationshintergrund im ersten Obergeschoss der Stadtbibliothek um gemeinsam Deutsch zu sprechen und um Freundschaften entstehen zu lassen. In der letzten Woche war die Redaktion zu Gast und in einer lockeren Runde erzählten die Teilnehmer und Moderatoren welche Erfahrungen sie in der Gruppe gemacht haben.
"Ich bin dankbar, eine solche Gruppe gefunden zu haben und freue mich jede Woche darauf. Wir treffen uns auch außerhalb der Stadtbibliothek um gemeinsam Deutsch zu lernen." Die junge Türkin lebt schon länger in Dinslaken und ist dankbar über dieses Angebot. Die meisten Teilnehmer tauschen sich in Sprach- oder Integrationskursen über die Freizeitmöglichkeiten aus, so sind auch Michael aus Eritrea und Hidir aus Syrien auf die wöchentlichen Treffen bekommen. Beide wohnen in einer Unterkunft in Bruckhausen.

Ein anderer Herr ist vor vielen Jahren nach Deutschland gekommen. Sein Deutsch ist gut. Trotzdem nimmt er gerne an den Treffen teil und freut sich über die sprachlichen Fortschritte innerhalb der Gruppe. Er lobt das Ehrenamt in Deutschland und ist fast ein wenig neidisch, weil es zu "seiner Zeit" diese Möglichkeiten nicht gab. "In Dinslaken leben über 125 Nationalitäten. Allein heute sind Menschen aus Togo, Syrien, Eritrea, China, der Türkei, Italien, Angola und Simbabwe gekommen. Integration ist spannend", schwärmt der städtische Integrationsbeauftragte Burhan Cetinkaya. Jeden Mittwochnachmittag und Freitagvormittag finden, ganz ungezwungen, die Treffen statt. Immer mit dabei ein Moderator. Das sind Ehrenamtlich engagierte Lehrer oder Menschen wie Brigitte. "Meine Sprache ist das, was ich zu einer gelingenden Integration betragen kann." Auch sie nimmt regelmäßig an den Treffen teil und hat hier schon so viel über die verschiedenen Kulturen und Länder erfahren.

Magdalena Schwan-Storost und Bernhard Schürmann tragen ihren Teil dazu bei: "In der letzten Woche sind wir über das Sprichwort "Scherben bringen Glück"auf die deutsche Tradition Polterabend gekommen. Dann zum Thema Hochzeit. Jeder hat erzählt, wie Hochzeiten in seinem Land gefeiert werden. Das ist spannend, wir als Moderatoren lernen auch viel Neues." "Ohne Magdalena Schwan-Storost, Petra Mölleken, Sabine Böttcher, Bernhard Schürmann, Gretel Kober, ohne die Ehrenamtlichen könnte ein solches Projekt nicht gelingen", da ist sich Cetinkaya sicher.

Mehr von Stadt-Panorama