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Caritasverband Moers-Xanten lädt ein ins digitale Zeitalter: Digital gibt’s keine Kontaktbeschränkungen

Caritasverband Moers-Xanten lädt ein ins digitale Zeitalter : Digital gibt’s keine Kontaktbeschränkungen

Messengerdienste und Videokonferenztools erleben in der Corona-Pandemie einen regelrechten Boom. Doch was ist, wenn man mit der digitalen Welt bisher so gar nichts wirklich anzufangen weiß? Und das, obwohl gerade jetzt Kontakt zu anderen Menschen so verdammt wichtig wäre? Der Caritasverband Moers-Xanten hat daher nicht nur eine digitale Sprechstunde für alle seelischen Notlagen eingerichtet, sondern lädt auch ein, den Schritt in die digitale Welt gemeinsam zu gehen.

„Komm doch mit ins digitale Zeitalter!“, sagt der Caritasverband und hat direkt vier neue Projekte unter diesem Motto an den Start gebracht, finanziert dank Unterstützung von „Bewegen hilft“ und dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW.

Livesprechstunde für
Fragen rund um seelische Notlagen

Ab dem kommenden Dienstag, 24. November, wird es von 10 bis 12 Uhr eine digitale Livesprechstunde des Sozialpsychiatrischen Zentrums geben. „Alle Bürger*innen in unserem Einzugsgebiet, die in einer Krise stecken und die Rat suchen, können hieran teilnehmen. Die Beratung ist individuell und bedarfsorientiert“, erklärt Viktoria Karmann-Kraemer aus dem Bereich sozialpsychiatrische Unterstützung. Auch Menschen, die schon länger an einer psychischen Erkrankung leiden, sowie deren Angehörige gehören zur Zielgruppe.

Um in die Beratung zu kommen, gibt es folgende Wege:

· Eine E-Mail an sprechstunde-spz@caritas-moers-xanten.de schreiben oder

· Sich per Telefon, SMS, WhatsAPP oder Signal an die Tel.: 0151 / 11414995 wenden.

Im Anschluss sendet die Beraterin auf dem gewählten Kommunikationskanal den Link und das Passwort zum Konferenzraum, die Beratung kann starten. Bei mehreren gleichzeitigen Anfragen kann es zu Wartezeiten kommen.

Tabletschulungen

So ein Tablet kann schon eine feine Sache sein, da kann man schließlich auch einiges mehr drauf erkennen als auf so ’nem kleinen Smartphonedisplay. Man muss es nur zu nutzen wissen. Daher bietet der Caritasverband nun Workshops im Sozialpsychiatrischen Zentrum an - das passiert noch ganz analog vor Ort. Geübt wird der Umgang mit Tablets, es werden benutzerfreundliche Einstellungen vorgenommen (z.B. große Schrift, übersichtliche Anordnung etc.) und Apps vorgestellt, die das tägliche Leben erleichtern können - von Kontaktpflege (WhatsApp, Zoom, Skype...) über Lebensmittelbesorgung bis hin zu Unterstützungsdiensten. Bei Letzterem greifen die Beraterinnen gerne auf die „Gut-versorgt-in-Moers“-App zurück, die alle wichtigen Anlaufstellen und Informationen bündelt. „Die soziale Teilhabe soll gestärkt und dem Versorgungsmangel entgegengewirkt werden“, erklärt Alice Püplichhuisen, Fachdienstleitung für die Seniorenberatung. Die Angst vor dem unbekannten Gerät weicht dabei schnell dem befriedigenden Gefühl, was Neues gelernt zu haben.

Tabletverleih

Das ist ja alles schön und gut, aber ich habe gar kein Tablet... Auch hier denkt die Caritas mit und bietet ab sofort einen Tabletverleih an, der es Ihnen ermöglicht sich innerhalb von drei Wochen mit dem Gerät vertraut zu machen. Klare Zielgruppe dieses Angebots sind Senioren. Es stehen 7 Tablets zur Verfügung. Zur Nutzung kann an den Vor-Ort-Schulungen teilgenommen werden, bei Bedarf finden auch ein Hausbesuch statt. Für weitere Fragen zu den Schulungen oder zum Verleih steht das Seniorenbüro zur Verfügung. Die Mitarbeitenden sind erreichbar unter Tel.: 02841 / 8804831 (Karin Müller) oder 02841 / 8804832 (Katja Kirbach).

Online-Workshops

Die neue Workshop-Reihe beginnt am 30. November um 18 Uhr mit einem Vortrag zum Thema „Angst – nur ein Gefühl oder eine psychische Erkrankung?“ Anmeldungen sind möglich beim Kooperationspartner VHS in Rheinberg, Tel.: 02843/907400 oder unter www.vhs-rheinberg.de.

In den kommenden Wochen werden dann Strategien im Umgang mit Ängsten und Stressgefühlen vermittelt sowie ggf. kleine Workshops zu Entspannung, Achtsamkeit und Bewegung abgehalten. „Wir wollen den Menschen auch zu Hause ermöglichen, sich Informationen zu beschaffen“, erklärt Claudia Kohler, Fachbereichsleiterin Gesundheit und Soziales. Für diese Workshops werden auch bis zu 12 Tablets verliehen. Der Verleih ist auf drei Wochen beschränkt, bei geringer Nachfrage kann natürlich verlängert werden. Die Tablets haben fast alle eigene SIM-Karten, stehen also auch für Menschen ohne WLAN zur Verfügung. Es wird ein Verleih-Vertrag geschlossen.

Dass der direkte zwischenmenschliche Kontakt nach wie vor höchsten Wert hat, das stellt die Caritas nicht in Frage. Aber sie zeigt Wege auf, in einer Welt voller Kontaktbeschränkungen den Kontakt nicht zu verlieren. Online können wir uns nämlich treffen, mit wem wir wollen.