Daumen hoch!

Daumen hoch!

Posten, liken und kommentieren. Dinslaken ist Online. Und das sehr aktiv.

Es gibt kaum ein Thema in der Stadt, was nicht in der Facebookgruppe "Wenn du in Dinslaken aufgewachsen bis, dann…" gepostet und diskutiert wird.

„Wittek“ beim signieren der DIN-Poster. Foto: Horstkamp

Und das ist gut so, denn die Stadtverwaltung sowie die Tageszeitung registrieren und reagieren auf die Beiträge. Die aktiven Mitglieder der Gruppe sind so irgendwie am städtischen Geschehen beteiligt. Mit über 8.000 Mitgliedern ist die Dinslakener Gruppe echt stark. Keine der umliegenden Städte hat eine solche Bewegung.

Seit geraumer Zeit hat die Gruppe und somit Dinslaken sogar ein eigenes Poster. "Angefangen hat das eigentlich mit einem Tassenmotiv", erzählt Thomas "Wittek" Wittke, "da war damals nur der Förderturm Lohberg, das Rittertor am Altmarkt und die Hiesfelder Windmühle drauf." Dieses Motiv würde dann als Titelbild für die Facebookgruppe hergenommen. "Da war mir zu viel weiß und zu wenig Motiv." Kurzerhand hat der Dinslakener Comiczeichner, der schon lange in Hamburg seine 2. Heimat gefunden hat, aufgerufen, Vorschläge Dinslakener Wahrzeichen zu machen, die er dann in die Vorhandene Zeichnung mit einbaut. Und da kamen, wie immer, reichlich Kommentare. Neben den Alten Hertie-Gebäude und der Neutor Galerie sind die Wöllepump, ein Riesenrad (stellvertretend für die Martinikirmes), das Rathaus, das Museum Voswinckelshof, der rote Hase aus dem Bergpark und das Mühlenmuseum mit Ente auf dem Rotbach, für das Entenrennen.

Passend vor Weihnachten ging der Verkauf der Plakate an den Start. Und es ging gut über die "Theke" im Museum Voswinckelshof. Aus diesem Anlass haben der Künstler und die Admins der Gruppe eine Signierstunde ins Leben gerufen. Diese war vergangen Mittwoch. "Um 14 Uhr war hier ein Andrang. Ich war baff." Wittek dachte er könne sich einen lauen Nachmittag machen, hier und da mal ein Plakat signieren und in aller Ruhe Kaffee trinken.

Doch daraus wurde nix, denn die Leute kamen in Scharen mit Plastiktüten, indem das bereits erstandene Poster sorgfältig vom Regen geschützt wurde. "Viele hatten nicht nur ein Exemplar dabei, sondern direkt drei oder vier gekauft." Das freut ihn besonders, denn der Reinerlös aus dem Posterverkauf wird die Gruppe an den "gedeckten Tisch" des Kirchenkreises Dinslaken spenden.

(Niederrhein Verlag GmbH)