Kampagne des Netzwerkes „DU, aber sicher“: "Geisterradler"

Kampagne des Netzwerkes „DU, aber sicher“ : Warnhinweis für „Geisterradler“

In Deutschland gilt „Rechtsverkehr“ und zwar auch für Radfahrer. Wer sich nicht daran hält, gilt als so genannter „Geisterradler“ und riskiert einen tödlichen Unfall.

Seit 2016 verzeichnet Duisburg wieder einen Anstieg bei den Fahrradunfällen. 2018 waren es beispielsweise 433 und 2019 sind es aktuell 146 Unfälle. Eindrittel der Fahrradunfälle gelten als selbstverschuldet, einige davon nicht zuletzt durch das Fahren entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung - auf der falschen Seite. In Kreuzungsbereichen kommt es dann häufig zum Zusammenstoß, weil beispielsweise der Autofahrer nicht mit dem falschfahrenden Radler aus der anderen Richtung rechnet.

Der Radfahrer im Bild fährt richtig, in Fahrtrichtung auf der rechten Seite, über die Friedrich-Ebert-Brücke von Homberg nach Ruhrort. Foto: NVM/Thorsten Vermathen

Das Netzwerk „Du, aber sicher“ hat mit der Kampagne „Geisterradler“ nun einen weiteren Mosaikstein geliefert, der das Radfahren in Duisburg sicherer machen soll. An „auffälligen Stellen“, die eine besondere Unfallgefahr aufweisen, werden Piktogramme mit Signalfarbe auf den Radfahrweg aufgebracht, die die falschfahrenden Radfahrer auf ihr Fehlverhalten aufmerksam machen sollen. So wurde am Dienstag an der Auffahrt der Friedrich-Ebert-Brücke (Kreuzung Rheindeichstraße/Königstraße) von Homberg nach Ruhrort die gelbe Spraydose entleert. Der Duisburger Radverkehrsplaner Patrick Hönning hatte kaum das erste Piktogramm auf die rötliche Asphaltdecke gesprüht, da kam schon der erste „Geisterfahrradfahrer“ auf der linken Fahrbahn aus Ruhrort in Richtung Homberg geradelt.

Weil bei der Aktion auch die Duisburger Polizeipräsidentin Dr. Elke Bartels anwesend war, gab es dann gleich die „Kelle“. Der Radfahrer zeigte Einsicht und gelobte Besserung, so blieb es bei einer Verwarnung. „Neben den passiven Hinweisen bedarf es weiterhin aktiver Prävention - insbesondere schon bei den kleinen Radfahrern. Der weitere Ausbau der Infrastruktur für Radfahrer tut ihr Übriges dazu, um das Radfahren sicherer zu machen“, so die Polizeipräsidentin.

Wer diesen Hinweis beim Radfahren genau so lesen kann, fährt falsch. Foto: NVM/Thorsten Vermathen
(TV)
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