Kalisto - Kamp-Lintforter Spiel- und Tieroase: Ein Tierpark für Kamp-Lintfort

Kalisto - Kamp-Lintforter Spiel- und Tieroase : Ein Tierpark für Kamp-Lintfort

Alpakas, Ziegen, Ponys, Erdmännchen und Co. gehören bald zu den neuen Einwohnern Kamp-Lintforts. Ende des Jahres sollen sie in den kleinen Tierpark einziehen, der auf dem ehemaligen Zechengelände entsteht.

Als Teil der Landesgartenschau wird "Kalisto" im April 2020 eröffnen, soll aber dauerhaft bleiben.

Bereits vor vier Jahren wurde das Projekt "Erlebnispädagogisches Zentrum Niederrhein" (EPZN) gestartet, nun nimmt das Ganze am Tor 3 (Ring-/Kattenstraße) sichtbare Formen an: Die ersten Bäume wurden gepflanzt, der Baugrund für ein Multifunktionsgebäude geschaffen. Und auch ein neuer Name steht: Kalisto - die Kamp-Lintforter Spiel- und Tier-Oase.

Rund 1,5 Hektar ist das Gelände groß, auf dem zahlreiche (Nutz-)Tiere eine neue Heimat finden. Hausmeerschweinchen und Zwergkaninchen bekommen ein großes Gemeinschaftsgehege, Seidenhühner und weitere Hühnerrassen werden ebenfalls ihren Platz finden. Eine besondere Attraktion wird sicher das Streichelgehege werden, in dem Haustiere leben, die den ständigen Kontakt zu Besuchern gewohnt sind. Wer Futter mitbringt oder die Tiere mit den bereitgestellten Bürsten verwöhnt, kann den Zwergziegen, Schafen und Schweinen richtig nahe kommen. "Haustiere der Welt", beschreibt Betreiberin Dr. Stephanie Winkendick die Ausrichtung. Ihr gehe es darum, einen Ort zu schaffen, an dem Kinder wieder für die Natur sensibilisiert werden: "Leider kennen viele Kinder viele unserer Nutztiere nur noch aus dem Fernsehen. Es können so auch keine Bezüge hergestellt werden, wo z.B. Wolle und Milch herkommt." Frühkindliche Bildung sei daher ein Schwerpunkt, die Anlage eigne sich nicht nur für einen Besuch mit der Familie, sondern auch als außerschulischer Lernstandort, so die promovierte Biologin.

Erdmännchen als Nutztiere? Das begehbare Gehege für "Kallis kleine Kumpels" schlägt die Brücke zu dem Maskotten. Zudem werden sie ebenso wie die anderen Bewohner des Tierparks in die tiergestützte Therapie eingebunden, die Carola Dobersalske anbieten wird: "Kinder mit und ohne Handicaps können von der Arbeit mit den Tieren profitieren. Tiere akzeptieren jeden wie er ist, sie sind gute Zuhörer und sie sind ehrlich." Erdmännchen beispielsweise würden sich nur jemanden nähern, der ruhig sitzen bleibe und Geduld beweise. Für hyperaktive Kinder könnte dies eine interessante Aufgabe darstellen.

Doch nicht nur die Tierwelt soll ein Erlebnis werden, sondern auch die Bepflanzung, erklärt Betreiber Reiner Winkendick, der als Geschäftsführer eines Pflanzenhandels weiß, wovon er spricht und ein nicht nur optisch, sondern auch haptisch außergewöhnliches Sortiment in Aussicht stellt. Sitzgelegenheiten, ein Spielplatz, ein Multifunktionsgebäude, u.a. mit einem kleinen Shop und gastronomischen Angebot, sind ebenfalls geplant.

Finanziert wird die Errichtung des Tierparks zum Teil aus Landesgartenschaumitteln, zum Teil aus privaten Mitteln. Insgesamt sei eine Summe im sechsstelligen Bereich nötig, heißt es beim Vorort-Termin. Der Förderverein der Landesgartenschau unterstützt das Projekt, Wolfgang Roth sicherte zu, als Träger zwei jungen Menschen ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Kalisto ermöglichen zu wollen, so dass ein Team aus insgesamt zehn Mitarbeitern während der Laga beschäftigt werden kann.

Der Tierpark wird während der Landesgartenschau nur für Laga-Besucher zugänglich sein, im Anschluss soll der Eingang an der Ringstraße, Höhe Vinnstraße sein. Wie sich die Eintrittspreise dann gestalten, weiß man noch nicht. Es soll aber familienfreundlich bleiben, versprechen die Betreiber.

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