„Haus 45“ in Hochheide ohne Förderung vor dem Aus: Jugenhilfeausschuss entscheidet am Freitag

„Haus 45“ in Hochheide ohne Förderung vor dem Aus : Jugenhilfeausschuss entscheidet am Freitag

Die Zeit rast. Am kommenden Freitag, 15. November, wird der Jugendhilfeausschuss über die Zukunft der Jugendarbeit in Duisburg entscheiden. Der Beschlussvorschlag sieht Mittelkürzungen für das Haus 45 vor, einem Jugendzentrum, in dem die Ev. Kirchengemeinde Essenberg-Hochheide für die Kinder und Jugendlichen aus dem Stadtteil freizeitpädagogische Arbeit und „Offene Arbeit“ für die Stadt anbietet.

Ohne die Förderung kann die Arbeit nicht aufrechterhalten werden. 1200 empörte Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils im Duisburger Westen haben innerhalb von eineinhalb Wochen mit ihren Unterschriften ihre Ablehnung des Duisburger Beschlussvorschlags deutlich gemacht.

Zwei Tage vor der Zusammenkunft des Jugendhilfeausschusses besuchten Thomas Mahlberg, Kreisvorsitzender der CDU und Sprecher des Jugendhilfeausschusses, Rainer Pastoors, Geschäftsführer der Kreis CDU und Mitglied im Jugendhilfeausschuss und Stefanie Kreitz, CDU-Ratsfrau in Homberg und ebenfalls im Jugendhilfeausschuss, das Haus 45, um sich noch einmal vor Ort über die Arbeit zu informieren. Konrad Donaubauer, hauptamtlicher Jugendleiter der Ev. Kirchengemeinde, stellte ihnen das Konzept der Jugendarbeit vor, berichtete, dass regelmäßig 30 – 40 Kinder und Jugendliche aus dem Stadtteil ins Haus kommen, um an der Hausaufgabenhilfe teilzunehmen, Probleme zu besprechen und ihre Zeit sinnvoll zu verbringen mit gemeinsamen Unternehmungen, Projekten und Spielen. Zudem überreichte er ihnen die Unterschriftenliste und eine CD mit einem Video, auf dem Heranwachsende und Ehrenamtliche ihre Gedanken zum Haus 45 äußern.

Die Sitzung des Jugendhilfeausschusses am Freitag nutzt Donaubauer gleich zur politischen Bildung der Hochheider Kinder und Jugendlichen. Am 15. November startet um 12 Uhr ein Bus auf der Kirchstraße 107, direkt vor der Ev. Kirche. Er bringt alle Kinder- und Jugendlichen, die mitfahren wollen, zum Rathaus, wo die jungen Duisburgerinnen und Duisburger die Sitzung besuchen wollen und den Politikerinnen und Politkern mit ihrer Präsenz deutlich machen wollen, dass sie ihnen ihr Haus nicht wegnehmen sollen.
Wer mitfahren möchte: haus45@gmx.net oder 02066 35625. Schön wäre es, wenn alle in pink und schwarz gekleidet wären, den Farben des Logos des Hauses 45.

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