Hype um E-Zigaretten: Wissenswertes für internationale Reisen

Infos : Hype um E-Zigaretten: Wissenswertes für internationale Reisen

Mit Frühlingsbeginn erwacht die Reiselust der Deutschen: Viele Menschen bereiten sich schon jetzt auf bevorstehende Urlaubsfahrten in den Osterferien vor. Immer häufiger dabei: die E-Zigarette. Doch im Ausland gibt es einiges zu beachten.

Die Situation in Europa

In Sachen E-Zigarette kochen die EU-Staaten ihre eigenen Süppchen. Ob romantischer Kurztrip an die holländische Nordseeküste oder Badeurlaub in Spanien, vor jeder Urlaubsreise sollten entsprechende Informationen zur Lage vor Ort eingeholt werden. In den traditionell liberalen Niederlanden ist die Verwendung der E-Zigarette beispielsweise überall erlaubt. Allerdings ist die Verwendung nur Personen über 18 Jahren erlaubt. Gleiches gilt für das vom Niederrhein aus ebenfalls leicht zu erreichende Belgien.

Im sonnigen Süden müssen E-Zigaretten-Liebhaber dagegen Vorsicht walten lassen: In Spanien ist die Verwendung der E-Zigarette überall dort verboten, wo auch ein allgemeines Rauchverbot herrscht. In den letzten Jahren sprach die spanische Regierung immer häufiger Rauchverbote an Stränden aus, zuletzt etwa am Strand der Partyhochburg Lloret de Mar und auf den Inseln Ibiza und Gran Canaria. Hier werden Verstöße sogar mit einem Bußgeld von bis zu 450 Euro geahndet. An den Stränden der Côte d'Azur in Südfrankreich herrschen ebenfalls weitestgehend Rauchverbote, die die E-Zigarette mit einschließen. In Italien wurde zwar an den ersten Stränden ein Rauchverbot eingeführt (unter anderem am legendären Teutonengrill von Bibione), doch es ist unklar, ob auch E-Zigaretten darunter fallen.

Große Unterschiede im außereuropäischen Ausland

Bei Fernreisen sind die Unterschiede noch größer, denn das Dampfen wird weltweit unterschiedlich behandelt. Pech haben Urlauber beispielsweise in der südostasiatischen Touristenhochburg Thailand: Die Einfuhr von E-Zigaretten und Liquids ist verboten. Werden sie bei der Einreise gefunden, werden sie nicht nur vom Zoll beschlagnahmt – es kann auch eine empfindliche Strafe drohen. Das Dampfen in der Öffentlichkeit kann sogar ins Gefängnis führen, wie ein Schweizer Tourist erfahren musste. Ihm drohten 10 Jahre Haft, doch schließlich kam er mit einem Bußgeld davon.

Anders sieht es in den USA aus. Da die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA erkannt hat, dass die E-Zigarette zur Rauchentwöhnung geeignet ist, wurde der Verkauf für Erwachsene freigegeben. Allerdings gibt es von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedliche Einschränkungen für das Dampfen im öffentlichen Raum, darunter auch an den Stränden. In den beliebten Freizeitparks von Orlando und Kalifornien ist das Dampfen nur dort gestattet, wo auch das Rauchen erlaubt ist.

Ein letzter Hinweis für dampfende Urlauber: E-Zigaretten und Liquids gehören grundsätzlich ins Handgepäck, auch wenn sie im Flugzeug nicht verwendet werden dürfen. Dabei müssen wiederum die Regelungen für Flüssigkeiten im Handgepäck (maximal 100ml pro Behälter) beachtet werden.

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