: ExtraSchicht am Niederrhein

: ExtraSchicht am Niederrhein

Bei der großen Nacht der Industriekultur ist am 29.Juni wieder die gesamte Metropole Ruhr auf den Beinen. Und, wie immer, hat auch der Westen des Potts so einiges an schönen Spielstätten und Programmhighlights zu bieten. Wir geben einen Überblick.

. Denkt man an den Pott und an die Extraschicht, die in diesem Jahr im Übrigen zum 19. Mal stattfindet, fallen schnell Schlagworte wie Zeche Zollverein in Essen, Bochumer Jahrhunderthalle und Zeche Zollern in Dortmund. Aber, ExtraSchicht ist natürlich noch viel mehr. Angesichts von 50 Spielorten und über 200 Künstlern und Programmpunkten sollten sich alle Freunde der Nacht der Industriekultur einen realistischen Schlachtplan zurecht legen. Denn: Alles schafft man sowieso nicht. Alleine das Programm auf Zollverein reicht aus, um eine ganze Nacht mit Inhalt und tollen Erlebnissen zu füllen. Allen, die sich einen Schwerpunkt setzen wollen, sei unser schöner westlicher Rand des Ruhrgebiets ans Herz gelegt. Denn auch, und gerade, am Niederrhein hat die ExtraSchicht Spektakuläres zu bieten.

Der Pott ist im Wandel. Und das nicht erst seit gestern. Und ist es nur konsequent, wenn Axel Biermann als Geschäftsführer der Ruhr Tourismus GmbH sagt, dass die Extraschicht den Blickpassend zum Motto „Zukunft“ immer nach vorne richte und „im Pott auch viel Zukunft passiert.“ In Lohberg ist der Wandel in akuter Form zu bestaunen. Da, wo früher Kohle gefördert wurde, breitet sich heute das CO2-neutrale Kreativ.Quartier aus. „Hier ist der Wandel gut zu beobachten, hier stehen wir mitten in der Entwicklung“, weiß auch RAG Montan Immobilien-Geschäftsführer Theo Schlüter. Denkmalgeschütze Zechen-Gebäude werden hier kreativ und mit viel Fantasie für Partys, Konzerte und Veranstaltungen genutzt. Und da, wo früher nach dem schwarzen Gold gebuddelt wurde, wächst gerade eine Wohnsiedlung heran. Bei der Extraschicht können bei der „Phönix-Show“ Künstler aus den Manegen der Welt bestaunt werden. Und ab 23 Uhr wird bei der „Sonderschicht“ getanzt.

Als westlichster Pflock der ExtraSchicht dient mal wieder Schacht IV Rheinpreußen in Moers. Schicht ist hier nicht im Schacht. Bei „Mit Kumpels auf Kohle“ führen ehemalige Bergleute die Gäste durch das Industriedenkmal und unter Tage. Dazu wird vor der Fördermaschine gesungen und es gibt ein Musikfeuerwerk mit Lichtinstallation. Kern der Extraschicht im Westen ist natürlich Duisburg. Und hier ist am 29. Juni wieder einiges los. Zum 25. Geburtstag des großartigen Landschaftspark Duisburg-Nord gibt es hier nicht nur um 18 Uhr den offiziellen Startschuss zur ExtraSchicht, es öffnen sich auch alle Türen. Klettergarten, Gasometer, Hochseilparcours und die Hochöfen können begangen und bestaunt werden. Das Aktionstheater PAN.OPTIKUM hat eigens fürs Jubiläum eine Installation der Verwandlung erschaffen, die gezeigt wird. Dazu gibt’s historische Filme, Fotoausstellungen, Installationen, Konzerte und natürlich das riesige musikalische Höhenfeuerwerk zum Abschluss. Wer Schiffe in einer ehemaligen Badeanstalt sehen will, muss zum Museum der Deutschen Binnenschifffahrt nach Ruhrort kommen. Hier gibt es Licht- und Klanginstallationen, Kulinarisches aus der Region an Marktständen und Musik-Kabarett.

Sehr beliebt und natürlich auch in diesem Jahr wieder am Start sind die Bustouren durch das Thyssen-Werk. Per Bus geht es mitten hinein ins Stahlherz des Potts, vorbei an Hochöfen und Walzwerken.

Infos zur ExtraSchicht und zu den Tickets für die Nacht der Industriekultur, mit denen man wie immer durchs gesamte Ruhrgebiet pendeln kann, gibt es im Netz unter www.extraschicht.de

Mehr von Stadt-Panorama